Die Luft im Refugium schmeckte nach Metall und Ozon. Jayden hatte keine Zeit verschwendet; die Eiserne Garde rückte in einer perfekten, strahlenden Keilformation vor. Hunderte von Engeln in schweren, goldgeätzten Rüstungen ließen ihre Lichtspeere sinken. Jayden: (seine Stimme dröhnte von den Schiffen herab) „Jennifer! Das Refugium ist gefallen. Das Ding an deiner Seite ist keine Schöpfung mehr, es ist ein Verstoß gegen die Existenz! Ergebt euch, oder wir brennen diesen Felsen aus dem Himmel!“ Alec sah mich an. Seine silbernen Augen strahlten eine Ruhe aus, die mich fast erschreckte. Er breitete seine Obsidian-Flügel aus, und das Klirren des schwarzen Glases klang wie ein Orchester aus Wetzsteinen. Alec: „Philipp, beschütze Jen und den Kleinen. Ich werde ihnen zeigen, dass das Licht auch blenden kann.“ Philipp: „Lass mir ein paar von den Goldjungs übrig, Alec! Ich hab noch eine Rechnung mit Jayden offen.“ Alec stieß sich vom Boden ab. Er flog nicht wie ein Engel; er schnitt durch die Luft wie ein Riss in der Leinwand. Als er die erste Reihe der Garde erreichte, schlug er nicht einfach zu. Er schlug seine Flügel zusammen, und eine Schockwelle aus violettem Kristalllicht und schwarzem Schatten raste durch die Reihen der Engel. Die Lichtspeere der Garde begannen zu flackern und zu zerspringen. Alec war für sie nicht greifbar – er tauchte in ihren Schatten auf und verschwand wieder im Licht ihrer eigenen Angriffe. Jennifer: „Lucian, bleib bei mir!“ Ich spürte, wie Lucian meine Hand drückte. Er wirkte blass. Das Blutopfer für Alecs Rettung hatte tiefe Spuren hinterlassen. Sein blaues Leuchten war schwach, fast wie eine sterbende Kerze. Sarah: (die immer noch am Rande der Terrasse stand) „Ihr seid Narren. Alec mag mächtig sein, aber Jayden hat den Hammer des Urteils dabei. Ein Schlag, und dieses ganze schwebende Eiland zerfällt in seine atomaren Bestandteile.“ Philipp: „Dann sollten wir dafür sorgen, dass er nicht zum Schlagen kommt!“ Philipp stürmte auf den Rand der Terrasse zu und sprang. Mitten im Flug entzündete er seinen gesamten Körper. Er wurde zu einem Kometen aus goldenem Teufelsfeuer und rammte das Führungsschiff von Jayden mit einer Wucht, die das Deck zum Bersten brachte. Doch während Alec und Philipp am Himmel kämpften, bemerkte ich eine Bewegung in den Schatten der Krypta hinter uns. Malakith, die Archontin, trat aus dem Stein hervor. Ihre Augen fixierten Lucian. Malakith: „Das Kind ist schwach, Jennifer. Die Barrieren der Festung halten nicht mehr lange. Es gibt nur einen Weg, die Garde aufzuhalten: Du musst das Herz der Festung aktivieren. Aber es verlangt mehr als nur einen Tropfen Blut. Es verlangt eine Herrscherin, die bereit ist, eins mit dem Stein zu werden.“ Jennifer: „Was meinst du mit ‚eins werden‘?“ Malakith: „Die Festung ist eine Waffe der Leere. Wenn du dich mit dem zentralen Basalt-Altar verbindest, wirst du zur Seele dieses Ortes. Du könntest die Schiffe einfach aus der Luft pflücken… aber du könntest diesen Altar nie wieder verlassen.“
Between Devils and Angels – Kapitel 82

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