Between Devils and Angels – Kapitel 88

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Der Weiße Raum war ohrenbetäubend still. Jedes Wort, das wir sprachen, schien vom Licht aufgesaugt zu werden. Der Ur-Architekt überragte uns wie eine mathematische Unmöglichkeit, seine Prismen rotierten in einer Geschwindigkeit, die dem menschlichen Auge wehtat. Ur-Architekt: „Ihr seid Fehler im System. Fragmente, die sich weigern, eins mit der Stille zu werden.“ Lucian ließ meine Hand los. Er wirkte in dieser endlosen Weiße winzig, fast verloren, doch sein Blick war fest. Er sah sich um, auf den makellosen, weißen Boden, der unter unseren Füßen vibrierte. Lucian: „Es ist hier so leer, Mama. Wie ein Blatt Papier, auf dem noch nichts steht. Er hat keine Bilder im Kopf.“ Jennifer: „Lucian, bleib zurück! Er ist zu mächtig.“ Doch Lucian hörte nicht. Er kniete sich hin und legte seine kleinen Hände auf die spiegelglatte Fläche. Er schloss die Augen, und plötzlich begann die blaue Leere-Energie, die er von mir geerbt hatte, aus seinen Fingerspitzen zu fließen. Es war kein Angriff. Es war Kunst. Dort, wo sein Licht den Boden berührte, breiteten sich tiefblaue Tintenkleckse aus. Sie begannen zu fließen, bildeten Linien, Schnörkel und Formen. Innerhalb von Sekunden erschuf Lucian ein riesiges Wandgemälde aus blauer Energie auf dem weißen Grund: Er zeichnete Alec mit seinen großen Flügeln, Philipp mit seinem Feuer und mich. Er zeichnete Blumen, Regen und das Chaos des Refugiums. Ur-Architekt: (ein gewaltiges Beben erschütterte den Raum) „WAS IST DAS? ES IST… ASYMMETRISCH. ES IST SINNLOS. ES IST… SCHMERZ.“ Die Prismen des Architekten begannen unregelmäßig zu rotieren. In der perfekten Logik seiner Welt war Lucians „Malerei“ wie ein Virus. Wo die Farbe hinkam, verlor das Weiß seine Macht. Die Fläche unter uns wurde weicher, menschlicher. Alec: (rafft sich mühsam auf, ein grimmiges Lächeln auf den Lippen) „Er kann mit Unvorhersehbarkeit nicht umgehen. Er hat keinen Algorithmus für Fantasie!“ Philipp: „Dann geben wir ihm noch mehr davon! Jen, verbinde dich mit dem Kleinen! Zeig diesem Kastenwesen, wie es sich anfühlt, ein Herz zu haben!“ Ich verstand. Ich trat hinter Lucian und legte meine Hände auf seine Schultern. Ich öffnete meine Seele weit – all den Schmerz von Blackwood Cove, die Liebe zu Alec und Philipp, die Angst um mein Kind und die Wut auf die Unterdrücker. Ich pumpte all diese „unlogischen“ Gefühle in Lucians Zeichnung. Die blauen Linien auf dem Boden begannen zu glühen und erhoben sich als dreidimensionale Projektionen in die Luft. Ein Sturm aus Erinnerungen und Farben raste auf den Ur-Architekten zu. Sarah: (beobachtet das Spektakel mit einer Mischung aus Entsetzen und Bewunderung) „Ihr… ihr schreibt die Gesetze der Schöpfung neu. Ihr zerstört ihn nicht, ihr übermalt ihn!“ Der Ur-Architekt stieß einen Schrei aus, der wie das Zerreißen von Metall klang. Seine geometrische Form begann zu bröckeln. Prismen fielen herab und zerplatzten am Boden. Doch in seiner Verzweiflung entfesselte er eine letzte Verteidigung: Er zog alle Lichtstrahlen des Raumes zusammen, um einen Punkt absoluter Löschung zu erzeugen.

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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