Philipp schwebte über uns wie ein rachsüchtiger Gott. Wieder und wieder schleuderte er goldene Blitze auf die Straße. Die Einschläge waren gewaltig und ließen den Asphalt um uns herum explodieren. Jennifer: „Alec, pass auf! Er bringt uns um!“ Alec: „Warte mal… sieh dir das genau an, Jennifer! Er trifft uns nicht. Er trifft die Drohnen der Stadt, die uns einkesseln wollen!“ Ich kniff die Augen zusammen. Alec hatte recht. Jeder Blitz, der scheinbar knapp neben uns einschlug, zerstörte in Wahrheit eine der Flugdrohnen oder einen Polizeiwagen, der uns den Weg abschneiden wollte. Die Blitze bildeten eine Art Korridor aus Feuer, der uns direkt zum Haupteingang des gläsernen Turms führte. Jennifer: „Er hilft uns! Er spielt den Wächter, damit das System ihn nicht als Verräter erkennt!“ Alec: „Dann nutzen wir die Einladung! Halte dich fest!“ Alec gab noch mehr Gas. Das Motorrad raste direkt auf die riesige Glasfassade des Turms zu. Im letzten Moment schleuderte Philipp einen besonders großen Blitz direkt auf das Portal. Die Sicherheitsschilde der Stadt brachen für eine Sekunde zusammen und das Glas zersplitterte. Wir schossen mit dem Motorrad durch die Trümmer direkt in die Lobby. Drinnen war es totenstill. Alles war aus weißem Marmor und Chrom. Philipp landete langsam hinter uns auf dem Boden. Seine goldene Rüstung löste sich in Lichtfunken auf, bis er wieder in seinen gewohnten dunklen Kleidern vor uns stand. Er atmete schwer, als hätte ihn das Schauspiel enorme Kraft gekostet. Philipp: „Glaubt ja nicht… dass ich das oft mache. Gold steht mir überhaupt nicht.“ Jennifer: „Philipp!“ Ich sprang vom Motorrad und fiel ihm um den Hals. Er hielt mich fest, und ich spürte, wie das Band zwischen uns dreien in diesem Moment wieder vollständig wurde. Die Kälte von Tokio konnte gegen unsere kombinierte Hitze nicht ankommen. Philipp: „Wir müssen nach oben. Die Frau auf dem Thron… sie ist nicht einfach nur ein Bild. Sie ist das Herz dieser Simulation. Und sie wartet darauf, dass du ihr den Platz übergibst, Jennifer.“ Alec: „Was meinst du mit ‚übergeben‘?“ Philipp: „Sie will nicht, dass Jennifer sie besiegt. Sie will, dass Jennifer eins mit ihr wird. Damit wäre das Chaos für immer gezähmt und diese Welt würde zur einzigen Realität werden.“
Between Devils and Angels – Kapitel 39

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