Die Fahrt vom Flughafen war wie ein wahr gewordener Traum. Philipp saß am Steuer und während er sicher durch die kurvigen Küstenstraßen manövrierte, hielt er mit einer Hand immer wieder die Hand meiner Mutter. Er strahlte eine Ruhe und Herzlichkeit aus, die mich sofort entspannen ließ.
Als wir schließlich vor dem Haus ankamen – einer wunderschönen Villa mit weißen Wänden und blauen Fensterläden, die direkt über dem Meer thronte – half Philipp uns sofort mit den schweren Koffern.
Philipp: „Willkommen in eurem neuen Reich, Mädels. Isabel, ich hoffe, dein Zimmer gefällt dir, es hat den besten Blick auf den Sonnenuntergang.“
Isabel quietschte vor Vergnügen und rannte schon die Treppe hoch, während Philipp sich zu mir umdrehte. Er legte mir sanft eine Hand auf die Schulter.
Philipp: „Elena, ich weiß, wie schwer dir der Abschied von Alec gefallen ist. Jennifer hat mir erzählt, was für ein besonderer Mensch er ist. Ich möchte, dass du weißt: Du musst dich hier nicht zwischen uns und ihm entscheiden. Wir freuen uns einfach, dass du da bist.“
Ich spürte, wie ein riesiger Stein von meinem Herzen fiel. Die Angst, dass er meine Beziehung nicht akzeptieren würde, war völlig unbegründet gewesen.
Ich: „Danke, Papa. Das bedeutet mir unglaublich viel. Er… er fehlt mir jetzt schon sehr.“
Philipp lächelte weise.
Philipp: „Wahre Liebe übersteht auch die Entfernung. Und wer weiß, vielleicht können wir ihn ja bald mal hierher einladen, wenn er eine Pause von der Tour hat. Aber jetzt geh erst mal nach oben, komm an. Ich wette, du willst ihn sowieso anrufen.“
Er zwinkerte mir zu und ich umarmte ihn fest, bevor ich mit meinem Handy nach oben flitzte. In unserem Zimmer angekommen, trat ich direkt auf den Balkon. Der Empfang war hier oben perfekt. Ich wählte Alecs Nummer und es dauerte keine zwei Sekunden, bis er abhob.
Alec: „Elena! Gott, ich habe auf dein Signal gewartet. Bist du gut angekommen?“
Sein Atem klang schwer, wahrscheinlich war er gerade beim Soundcheck in New York.
Ich: „Ja, Alec! Es ist wunderschön hier. Und mein Vater… er ist so toll. Er hat sofort nach dir gefragt und gesagt, dass du uns besuchen kommen musst. Er akzeptiert uns, Alec!“
Ich hörte, wie Alec am anderen Ende der Leitung tief durchatmete.
Alec: „Echt? Das ist die beste Nachricht des Tages, Babe. Ich hatte solche Angst, dass er mich für einen verrückten Rocker hält, der seine Tochter stiehlt.“
Ich lachte glücklich.
Ich: „Nein, er ist wirklich fürsorglich. Er will einfach nur, dass ich glücklich bin. Ich wünschte so sehr, du wärst jetzt hier bei mir auf diesem Balkon und würdest das Meer sehen.“
Alec: „Ich schließe die Augen und stelle es mir vor, Elena. Ich zähle die Tage, bis ich dich wieder in den Armen halte. Genieß die Zeit mit deiner Familie. Du hast es dir verdient, nach all dem Stress endlich mal zur Ruhe zu kommen.“
Wir redeten noch eine ganze Weile, bis meine Mutter mich zum Essen rief. Es war ein friedlicher Abend, der erste seit langem. Während wir später alle zusammen auf der Terrasse saßen und griechische Spezialitäten aßen, wusste ich: Das hier war kein Ende, sondern ein wunderschöner neuer Anfang.

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