Thorned – Kapitel 62

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Nachdem meine Eltern und Alec in die Küche gegangen waren, um sich einen Tee zu machen und das Adrenalin der letzten Stunden langsam absinken zu lassen, blieb ich mit Isabel allein im Wohnzimmer zurück. Sie sah mich mit ihren großen, besorgten Augen an und strich sich eine ihrer rosa Strähnen hinter das Ohr, während sie sich ganz nah zu mir auf die Couch rutschte.

Isabel: „Elena, du bist so blass und zitterst immer noch am ganzen Körper, obwohl die Polizei weg ist und Jonah sicher nicht mehr zurückkommen wird, also sag mir bitte ehrlich, was dich gerade wirklich so sehr bedrückt, denn ich kenne dich gut genug, um zu wissen, dass da noch etwas anderes in deinem Kopf herumspukt.“

Ich: „Es ist diese Sache mit Olivia, Isabel, denn als Alec vorhin davon erzählte, wie sie ihre Zukunft geplant hatten und wie sehr er sie geliebt hat, fühlte ich mich plötzlich so unbedeutend und wie ein billiger Ersatz für das Leben, das er eigentlich führen wollte.“

Isabel: „Oh nein, Süße, bitte fang nicht an, dich mit einer Toten zu vergleichen, denn Alec liebt dich hier und jetzt, und man hat in seinem Blick gesehen, dass er bereit war, sein Leben für deines zu riskieren, als Jonah hier mit seinen Racheplänen auftauchte.“

Ich: „Ich weiß ja, dass er mich liebt, aber der Gedanke tut einfach so weh, dass ich nur deshalb in seinem Leben bin, weil mein eigener Onkel diese Frau umgebracht hat, und das fühlt sich an wie ein verfluchter Kreislauf, aus dem wir niemals ausbrechen können.“

Isabel: „Du darfst das nicht so sehen, denn das Schicksal schreibt manchmal grauenhafte Geschichten, aber das Ende dieser Geschichte schreibst du zusammen mit Alec, und nicht die Geister der Vergangenheit, die heute Abend endlich ihre Ruhe finden sollten.“

Ich lehnte meinen Kopf an ihre Schulter und spürte, wie gut es tat, einfach mal alles auszusprechen, was mir die Kehle zugeschnürt hatte, während draußen der Wind gegen die Fensterscheiben peitschte und das Haus in eine seltsame, fast schon unheimliche Stille tauchte.

Ich: „Danke, Isabel, ich weiß gar nicht, was ich ohne dich machen würde, aber ich glaube, ich muss jetzt erst einmal zu Alec in die Küche gehen und ihm sagen, wie leid es mir tut, dass ich vorhin einfach weggerannt bin.“

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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