Thorned – Kapitel 38

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Der Morgen kam viel zu schnell. Das Licht der ersten Sonnenstrahlen stahl sich durch die Fenster unseres neuen Hauses und erinnerte mich gnadenlos daran, dass die gemeinsame Zeit für die nächsten Monate erst einmal vorbei war.Wir sprachen während der Fahrt zum Flughafen nicht viel. Die Stille im Auto war nicht unangenehm, aber sie war schwer von all den Worten, die wir nicht aussprechen wollten, weil sie den Abschied nur noch realer gemacht hätten. Alec hielt meine Hand so fest umklammert, als würde er mich nie wieder loslassen wollen.Als wir schließlich am Flughafen ankamen, suchte Alec sich einen Parkplatz in einer abgelegenen Ecke des Parkhauses. Er wollte diesen Moment nur für uns beide haben, fernab von neugierigen Blicken.Er stellte den Motor ab, aber niemand von uns bewegte sich. Wir starrten beide einfach nur durch die Windschutzscheibe auf den grauen Beton Alec: „Ich hasse das, Elena. Ich hasse es, dich hier zurückzulassen, während ich auf der anderen Seite der Welt bin.“Ich drehte mich zu ihm und sah, wie sehr er mit seinen Gefühlen kämpfte. Sein sonst so selbstbewusster Blick war weich und voller WehmutIch: „Es sind nur ein paar Monate, Alec. Wir haben das Haus, wir haben unsere Pläne… Wir schaffen das.“ Meine Stimme zitterte, obwohl ich versuchte, stark zu sein. Alec löste seinen Gurt, beugte sich zu mir herüber und nahm mein Gesicht in beide Hände Alec: „In ein paar Stunden bin ich in New York, aber mein Kopf und mein Herz bleiben hier bei dir. In diesem Haus, in dem wir letzte Nacht geschlafen haben. Versprich mir, dass du mich anrufst, sobald du in Griechenland gelandet bist. Ich will wissen, dass du sicher bei deinen Vater angekommen bist.“ Ich: „Das werde ich. Ich werde dir alles erzählen. Bitte pass auf dich auf… und komm heil wieder zu mir zurück.“ Er antwortete nicht mit Worten. Er zog mich an sich und küsste mich so verzweifelt und tief, als wolle er den Geschmack meiner Lippen für die nächsten Monate speichern. Ich schlang meine Arme um seinen Nacken und krallte mich in sein Shirt, unfähig, ihn loszulassen Schließlich löste er sich schweren Herzens von mir. Er stieg aus und holte seinen Koffer aus dem Kofferraum Ich begleitete ihn und die anderen Jungs  bis zum Eingang der Abflughalle. Dort, vor den großen Glastüren, blieben wir  noch einmal stehen Alec: „Ich liebe dich, Elena. Vergiss das keine Sekunde.“Ich: „Ich liebe dich auch, Alec.“ Ich umarmte die Jungs und sah ihnen nach, wie sie durch die Automatikschiebetüren gingen Alec drehte sich noch einmal kurz um, hob die Hand und verschwand dann im Gewusel der Reisenden. Plötzlich fühlte sich die Welt um mich herum unglaublich leer an Ich stand noch eine Weile einfach nur da und starrte auf die Türen, durch die er verschwunden war. Mein Handy vibrierte in meiner Tasche Isabel: „Süße, wir sind am Terminal 3! Unsere Koffer sind aufgegeben. Bist du bereit für Griechenland? Dein Vater ist schon ganz aufgeregt, dich endlich zu sehen.“ Ich atmete tief durch und wischte mir eine einsame Träne von der Wange. Der Abschied tat furchtbar weh…

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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