Thorned – Kapitel 39

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Der Flug nach Athen verging wie im Trance Während Isabel neben mir aufgeregt in einem Reiseführer blätterte und mir ständig Bilder von türkisblauem Wasser zeigte, saß meine Mutter an meiner anderen Seite und hielt fast die gesamte Zeit meine Hand. Ich merkte, wie sehr sie sich freute, mich endlich in ihre Heimat zu bringen, nachdem sie mich in Melbourne besucht hatte Jennifer: „Elena, du wirst es lieben. Die Luft dort riecht anders, und das Licht… es ist viel heller als in Australien.“Ich lächelte sie schwach an, doch in meinem Kopf war immer noch Alec. Ich fragte mich, ob er schon in New York gelandet war Als die Durchsage des Piloten ertönte, dass wir in Kürze landen würden, wurde Isabel noch unruhiger Isabel: „Elena, stell dir vor, wie wir dort am Strand liegen! Und Taylor und Alec rocken derweil die USA. Wir sind echte Power-Frauen, wir ziehen das durch!“ Ich musste lachen. Ohne Isabel wäre ich wahrscheinlich in Tränen ausgebrochen Die Landung war sanft, und als wir aus dem Flugzeug stiegen, schlug uns sofort die warme, griechische Luft entgegen Es roch nach Salz und trockener Erde. Wir holten unsere Koffer vom Band – es waren drei riesige Teile, schließlich hatten wir fast unser ganzes Leben dabei Jennifer:„Seid ihr bereit?“ Sie sah mich fragend an. Sie wusste, wie nervös ich wegen meines Vaters war Ich nickte nur kurz, unfähig zu sprechen. Wir schoben unsere Gepäckwagen durch den Zoll in Richtung der großen Ankunftshalle Schon von weitem sah ich eine Gruppe von Menschen, die warteten. Und mittendrin stand er Er sah genauso aus wie in meinen Erinnerungen. Er trug eine dunkle Hose und ein helles Hemd, und seine Augen suchten unruhig die Menge ab Als er meine Mutter sah, hellte sich sein Gesicht sofort auf. Aber als sein Blick auf mich fiel, blieb er wie angewurzelt stehen Jennifer: „Philipp!“ Sie rannte die letzten Meter auf ihn zu und sie fielen sich in die Arme. Es war ein so vertrauter Anblick, dass mir warm ums Herz wurde Isabel und ich blieben ein paar Schritte dahinter stehen Isabel: „Wow, Elena… das ist er also“ Philipp löste sich von meiner Mutter und sah mich an. Seine Augen wurden feucht. Er trat langsam auf mich zu, als hätte er Angst, ich könnte wie eine Fata Morgana verschwinden Philipp: „Elena… mein Gott, du bist richtig hübsch geworden.“ Seine Stimme war tief und klang genau so, wie ich mich erinnern kann Bevor ich etwas sagen konnte, zog er mich in eine feste Umarmung Er roch nach einem teuren Aftershave und nach Zuhause In diesem Moment fiel die ganze Anspannung der letzten Tage von mir ab Ich: „Hallo… Dad.“ Das Wort fühlte sich noch fremd auf meiner Zunge an, aber es fühlte sich richtig an Er drückte mich noch fester, und ich spürte, wie er leise schluchzte Philipp: „Willkommen in Griechenland, meine süße.“Isabel stand daneben und wischte sich heimlich eine Träne aus dem Gesicht, während meine Mutter uns glücklich beobachtete. Wir waren endlich alle zusammen. Doch während wir zum Ausgang gingen, vibrierte mein Handy in meiner Tasche. Eine Nachricht von Alec Alec: „Bin gerade gelandet. New York ist wahnsinnig, aber ohne dich ist es leer. Ich liebe dich.“ Ich schloss kurz die Augen. Ich war in Griechenland angekommen, aber mein Herz war immer noch an zwei Orten gleichzeitig

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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