Sarah hob einen kleinen, goldenen Stab, der mit Runen aus flüssigem Silber überzogen war. Ein schrilles, hohes Klingen erfüllte den Raum, das so schmerzhaft war, dass ich mir die Ohren zuhalten wollte. Sarah: „Ihr habt euch durch Sünden aneinandergekettet. Aber das Licht trennt, was nicht zusammengehört!“ Ein blendender Strahl aus weißem Feuer schoss aus dem Stab. Er traf mich nicht direkt, sondern breitete sich wie eine Glocke über mir aus. In diesem Moment geschah das Entsetzliche: Das ständige, vertraute Summen in meinem Hinterkopf verstummte. Jennifer: „Philipp? Alec?“ Ich schrie ihre Namen, doch in meinem Kopf war es plötzlich totenstill. Die Brücke, das Band, das uns verbunden hatte, war wie mit einem Messer durchschnitten worden. Ich fühlte mich plötzlich so allein, wie ich es seit der Nacht in der Kneipe nicht mehr gewesen war. Ich sah zu den beiden. Sie standen nur wenige Meter entfernt, doch sie wirkten wie Fremde. Philipp kämpfte wie ein Wahnsinniger gegen zwei Engel, seine Bewegungen waren wild, aber er wirkte desorientiert – er konnte mich nicht mehr spüren. Alec wurde von Sarahs Lichtwellen zurückgedrängt, seine dunkle Magie flackerte schwach. Malphas: „Ein Trennungsfluch der Hohen Himmel… wie geschmacklos. Aber höchst effektiv.“ Malphas stand seelenruhig auf, als würde ihn das Chaos um ihn herum nicht stören. Er sah mich an, während ich am Boden kniete und verzweifelt versuchte, die Verbindung wiederzufinden. Malphas: „Jetzt, wo deine Beschützer blind für deine Gefühle sind, Jennifer… wie wäre es, wenn du mir zeigst, was das Chaos allein ausrichten kann?“ Sarah stürmte auf mich zu, ihr Lichtschwert erhoben. Ohne die Stimmen von Philipp und Alec in meinem Kopf, die mich leiteten, fühlte ich mich hilflos. Doch dann spürte ich etwas anderes. Tief in meinem Inneren, dort wo das Chaos saß, wuchs eine eiskalte Wut. Sie brauchte keine Teufel, um zu brennen. Jennifer: „Du hast sie mir weggenommen…“ Ich stand auf. Meine Augen leuchteten nicht mehr silbern, sie wurden zu einem blendenden Weiß, das fast das Licht der Engel übertraf. Ich streckte die Hand aus und griff direkt in die Klinge von Sarahs Lichtschwert. Statt mich zu verbrennen, zersplitterte die Energie der Klinge zwischen meinen Fingern wie Glas. Sarah: „Was… was tust du da? Das ist heiliges Feuer!“ Jennifer: „Das ist nur Licht. Und Licht erzeugt Schatten.“ Ich stieß eine Welle aus purer Energie aus, die Sarah durch die Glaswand des Salons schleuderte. In diesem Moment erbebte der Palast erneut. Das Artefakt – die Träne der Vergessenheit – begann in seinem Sockel im Nebenraum zu pulsieren, als würde es auf meine ungebündelte Kraft reagieren. Alec: (Ich sah, wie er meine Lippen las, während er einen Engel wegtrat) „Jennifer! Der Kristall! Er absorbiert deine Wut!“ Ohne die telepathische Verbindung musste ich mich auf meine Instinkte verlassen. Wenn der Kristall meine Kraft aufsaugte, konnte ich ihn vielleicht benutzen, um den Fluch zu brechen.
Between Devils and Angels – Kapitel 30

© Alle Rechte vorbehalten.
Werde Teil der Community!
Erstelle ein kostenloses Konto und genieße diese Vorteile:
- ✅ Kommentieren: Tausche dich mit anderen aus.
- ✅ Lesestatus: Markiere Geschichten als gelesen.
- ✅ Updates: Erhalte E-Mails bei brandneuen Geschichten.
*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.