Die neue Freiheit fühlte sich berauschend an. Wir verbrachten den Abend damit, das Haus weiter bewohnbar zu machen, doch die Atmosphäre hatte sich verändert. Da wir uns nun nicht mehr ständig berühren mussten, war jede Berührung, die wir wählten, umso intensiver. Philipp war in der Küche und reparierte mit seinem neuen Ring die alten Leitungen, während Alec im Garten nach dem Rechten sah. Ich stand oben am Fenster und beobachtete Alec im fahlen Mondlicht. Früher hätte ich Angst gehabt, dass er zu weit weg geht. Jetzt genoss ich das Gefühl seiner Präsenz in meinem Verstand. Plötzlich spürte ich Philipp hinter mir. Er hatte sich völlig lautlos angeschlichen, doch ich hatte ihn kommen „gespürt“, noch bevor er den Raum betrat. Er legte seine Arme von hinten um mich und vergrub sein Gesicht an meinem Hals. Seine Haut war durch den Ring heißer als sonst, ein angenehmes Glühen. Philipp: „Es ist seltsam, dich nicht mehr festhalten zu müssen… und es trotzdem mehr zu wollen als alles andere.“ Ich drehte mich in seinen Armen um. Seine bernsteinfarbenen Augen brannten vor einem Verlangen, das durch das Artefakt noch verstärkt wurde. In meinem Kopf hörte ich ein leises Echo von Alecs Stimme, ein tiefes, zufriedenes Brummen – er spürte, was zwischen uns geschah, und er teilte dieses Gefühl. Jennifer: „Wir sind nicht mehr nur aneinander gekettet, Philipp. Wir sind ineinander verschmolzen.“ Er hob mich hoch, als wäre ich federleicht, und setzte mich auf die breite Fensterbank. Der Kontrast zwischen der kühlen Nachtluft, die durch die Ritzen drang, und seiner Hitze war berauschend. In diesem Moment kam Alec zur Tür herein. Er sah uns an, ein wissendes Lächeln auf den Lippen. Alec: „Ich habe das Gefühl, wir sollten die neue Stabilität unserer Magie… austesten.“ Er trat zu uns, seine Obsidian-Präsenz eine perfekte Ergänzung zu Philipps Feuer. In der Stille des Hauses, weit weg von den Drohnen der Menschen, fanden wir eine neue Art von Nähe. Es war nicht mehr nur körperlich. Durch die Artefakte verschwammen unsere Sinne. Wenn Alec mich küsste, spürte Philipp den Geschmack auf seinen Lippen. Wenn Philipp meine Haut berührte, fühlte Alec die Gänsehaut auf seiner eigenen. Wir waren drei Körper, aber ein einziger Sturm aus Empfindungen.
Between Devils and Angels – Kapitel 110

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