Am nächsten Morgen war die Luft rein und frisch. Zum ersten Mal seit unserer Ankunft schien die Sonne durch den Nebel von Maine. Während Alec und Philipp im Haus ein spätes Frühstück vorbereiteten, ging ich mit Lucian in den wild verwucherten Garten.
Der Junge war seltsam ruhig. Er lief zielstrebig zu einer alten, mit Efeu bewachsenen Mauer am Ende des Grundstücks.
Lucian: „Mama, hier ist etwas, das nicht schläft.“
Ich trat zu ihm. Hinter dem dichten Blattwerk verbarg sich eine kleine Statue. Sie zeigte ein Kind, das ein Buch hielt, aber das Gesicht der Statue war… Lucian. Es war keine Ähnlichkeit, es war ein exaktes Abbild.
An der Basis der Statue war eine kleine Klappe aus Eisen. Als ich sie öffnete, fand ich darin ein altes, ledergebundenes Tagebuch. Der erste Eintrag war auf den heutigen Tag datiert – aber vor einhundert Jahren.
„Heute haben wir das Haus verlassen“, las ich. „Aber wir haben eine Wache zurückgelassen. Jemanden, der uns weckt, wenn die Welt uns wieder braucht. Er wartet im Keller hinter der siebten Säule.“
Ich sah zum Haus zurück. Wir hatten im Gewölbe nur sechs Säulen gezählt.

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