Valerius wich einen Schritt zurück, doch auf seinem Gesicht lag ein grausames Lächeln. Er drückte einen Mechanismus an der Wand des Archivs. Valerius: „Wenn ich dich nicht besitzen kann, Jennifer, dann wird dich niemand besitzen. Trefft den ‚Verschlinger der Sünden‘.“ Ein tiefes Grollen ließ den Boden erzittern. Ein Riss öffnete sich im Boden, und eine Kreatur aus purem, schwarzem Fleisch und tausend glühenden Augen schälte sich aus der Tiefe. Es war ein Monster, das darauf programmiert war, Magie zu fressen – besonders die Kraft des Chaos. Alec und Philipp tauschten einen kurzen Blick aus. Das zögerliche, menschliche Verhalten der letzten Tage verschwand in einem Augenblick. Ihre Aura veränderte sich; die Luft um sie herum wurde schwer, heiß und roch nach Schwefel. Alec: „Genug mit den Spielchen, Philipp. Das Mädchen wurde heute oft genug erschreckt.“ Philipp: „Ganz deiner Meinung. Zeit, dass wir uns daran erinnern, wer wir wirklich sind.“ Ich sah zu ihnen und erschauderte. Philipps Augen wurden zu zwei glühenden Kohlen, und seine Haut begann in einem bedrohlichen Dunkelrot zu leuchten. Alec hingegen schien förmlich mit den Schatten des Raumes zu verschmelzen, bis er nur noch eine dunkle Silhouette mit rasiermesserscharfen Klauen war. Sie warteten nicht auf den Angriff der Kreatur. Philipp stürmte nach vorne. Mit einer Kraft, die kein Mensch besitzen konnte, packte er einen der Arme des Monsters und riss ihn mit einem Brüllen einfach aus dem Körper. Das Biest schrie, doch Alec war bereits über ihm. Er bewegte sich wie schwarzer Rauch, tauchte an Stellen auf, wo man ihn nicht vermutete, und hinterließ tiefe Schnitte, die violett bluteten. Jennifer: „Philipp! Alec! Seid vorsichtig!“ Alec: (seine Stimme klang jetzt wie das Knistern eines riesigen Feuers) „Bleib zurück, Jennifer! Genieße die Show. Wir haben viel zu lange den braven Beschützer gespielt.“ Sie kämpften nicht mehr wie Soldaten, sie kämpften wie Raubtiere. Es war grausam und wunderschön zugleich. Valerius sah fassungslos zu, wie seine „ultimative Bestie“ von den beiden Teufeln regelrecht zerlegt wurde. Philipp schleuderte das Monster gegen die massive Stahltür des Archivs, wodurch diese aus den Angeln flog. Alec gab der Kreatur den Rest, indem er ihr das Herz – einen glühenden Kern aus dunkler Energie – mit bloßen Händen herausriss. Die beiden Teufel standen atmend über den Überresten. Sie waren blutverschmiert und sahen furchteinflößend aus, aber als sie sich zu mir umdrehten, war da immer noch derselbe tiefe Blick in ihren Augen, der nur mir galt. Philipp: „Der Weg ist frei, Jennifer. Aber wir müssen jetzt gehen. Die ganze Zitadelle ist alarmiert.“ Castian starrte die zwei Brüder mit offenem Mund an. Er hatte viel über Teufel gelesen, aber sie in Aktion zu sehen, war etwas ganz anderes. Castian: „Hier entlang! Durch den Lüftungsschacht am Ende des Flurs gelangen wir nach draußen!“
Between Devils and Angel – Kapitel 47

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