Jayden trat vor, sein Lichtschwert hinterließ glühende Spuren im nassen Asphalt des Piers. Sarah flog fast mehr, als dass sie ging, ihre Augen auf meinen Bauch fixiert, als wäre er ein dunkler Fleck auf einer weißen Leinwand. Sarah: „Das Kind wird niemals den ersten Schrei tun, Jennifer. Es ist Gnade, dieses Unheil zu beenden, bevor es beginnt.“ Alec: „Gnade ist ein Wort, das aus eurem Mund wie eine Beleidigung klingt.“ Alec sah mich kurz an. Sein Gesicht war bleich, und ich sah die Verzweiflung in seinen Augen. Er wusste, dass er Jayden und Sarah in dieser Welt nicht mit purer Kraft besiegen konnte. Seine Klauen zitterten. Alec: „Jen, geh zurück. Schließ die Augen.“ Bevor ich protestieren konnte, riss Alec sich mit seinen eigenen Klauen den linken Unterarm auf. Tiefes, fast schwarzes Teufelsblut quoll hervor und vermischte sich mit dem Regen auf dem Boden. Er flüsterte Worte in einer Sprache, die so alt war, dass die Steine des Piers zu vibrieren schien. Jayden: „Ein Blutpakt? Hier? Du wirst dich selbst vernichten, Alec!“ Alec: „Lieber brenne ich aus, als dass ihr sie anfasst!“ Das Blut auf dem Boden begann sich auszudehnen. Es sickerte in die Ritzen des Holzes und der Steine und verband sich mit den tiefsten Schatten des Hafens. Plötzlich schossen dichte, pechschwarze Ranken aus dem Boden empor. Sie waren nicht aus Materie, sondern aus purer, bösartiger Dunkelheit. Die Ranken umschlangen Jayden und Sarah. Das heilige Licht ihrer Schwerter zischte, als es mit dem Teufelsblut in Berührung kam, und ein beißender Gestank nach verbranntem Ozon erfüllte die Luft. Sarah: „Abschaum! Das wird dich deine Existenz kosten!“ Sie kämpfte gegen die Schatten an, doch Alec schrie vor Schmerz auf. Jeder Zentimeter, den die Schatten gewannen, schien ihm die Lebenskraft aus dem Körper zu ziehen. Seine Augen rollten nach hinten, während er die Verbindung zu den Schatten hielt. Jennifer: „Alec! Hör auf! Du stirbst!“ In diesem Moment explodierte das Wasser am Ende des Piers. Eine massive Gestalt schoss aus der Tiefe empor, triefend nass und mit einem mörderischen Grinsen im Gesicht. Philipp: „Hab ich was verpasst? Oder hat die Party gerade erst angefangen?“ Philipp war nicht allein aus den Trümmern entkommen. In seinen Händen hielt er eine seltsame, vibrierende Klinge aus violettem Glas – eine Waffe, die er offenbar einem der gläsernen Ritter abgenommen hatte. Philipp: „Jayden, Sarah… ihr seht blass aus. Braucht ihr eine Abreibung, die sich gewaschen hat?“ Er stürmte auf Sarah zu, während Alec die Schatten hielt. Die violette Glasklinge schnitt durch das Licht ihrer Verteidigung, als wäre es Papier. Die Engel waren sichtlich schockiert – eine Waffe der Architekten in den Händen eines Teufels war ihr schlimmster Albtraum. Doch am Ende der Straße von Blackwood Cove näherten sich nun Dutzende von violetten Lichtern. Die gläsernen Ritter hatten den Lärm des Kampfes gehört.
Between Devils and Angels – Kapitel 65

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