Thorned – Kapitel 56

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Die Dunkelheit drückte auf meine Augen, mein Herz hämmerte so laut, dass ich fürchtete, es würde mich verraten, und ich spürte Alec vor mir, wie er jeden Atemzug, jede Bewegung in dieser stillen Anspannung kontrollierte, als wäre er bereit, jederzeit zuzuschlagen. Oben hörte ich noch immer Isabels Schreie, Jennifers und Philipps Stimmen, die durch die Panik schrill wurden, doch unten im Flur spürte ich die Präsenz dieses Mannes, der uns beobachtete, wie ein Raubtier, das genau wusste, wo seine Beute war. Ich presste mich enger an Alec, spürte, wie seine Hand meine fest umklammerte, und gleichzeitig hörte ich wieder die Stimme. Ruhig. Kalt. Berechnend. Unbekannt: „Du denkst wahrscheinlich, ich habe diesen Moment spontan gewählt.“ Er machte einen Schritt näher. Das Klicken von Glas unter seinen Schuhen hallte durch die Dunkelheit und ließ mein Herz stolpern. Unbekannt: „Ich habe euch lange beobachtet. Wochen. Monate. Ich wusste genau, wann ihr das Haus verlasst, wann ihr zurückkommt, wer hier ist… und vor allem wusste ich, dass sie nicht mehr in Melbourne ist.“ Ich schluckte. „Sie…?“ Ich spürte, wie Alec sich hinter mir zusammenzog, als wollte er mich noch mehr schützen, und in diesem Moment begriff ich, dass er diesen Mann kannte. Ich: „Wer bist du?“ Ein trockenes Lachen kam aus der Dunkelheit. Unbekannt: „Das wirst du bald erfahren.“ Er machte einen weiteren Schritt, und ich spürte, wie Alec sofort die Position wechselte, seinen Körper zwischen uns und dem Angreifer stellte, jede Bewegung präzise und fließend wie die eines Profis. Alec: „Lass sie da raus. Jetzt.“ Unbekannt: „So wie damals, Alec? Damals, als du sie verloren hast?“ Mir wurde schlecht. Ich wusste, dass er Olivia meinte. Alec hatte mir nie von diesem Bruder erzählt, ich hatte keine Ahnung, dass es jemanden gab, der ihn hasste, der ihn so lange beobachtet hatte. Ich: „Was willst du von uns?“ Es herrschte einen Moment lang Stille, nur unterbrochen von unserem Atem und den entfernten Schreien oben. Dann kam seine Stimme wieder, ruhig, unaufhaltsam: Unbekannt: „Dass ihr versteht, was es heißt, jemanden zu verlieren. Dass du, Alec, spürst, wie es ist, alles zu verlieren, was dir jemals wichtig war… und dass du diesmal nicht entkommen wirst.“ Ich presste mich noch fester an Alec, spürte seine Muskeln unter meinen Händen, seine Anspannung. Sein Blick war starr auf die Dunkelheit gerichtet, seine Finger spannten sich an. Ich: „Alec… wir müssen irgendwas tun.“ Alec: „Bleib hinter mir. Beweg dich keinen Schritt.“ Die Schritte des Mannes näherten sich langsam, jeder Schritt bewusst gesetzt, als würde er jeden unserer Herzschläge hören. Mein Blick huschte zur Treppe, wo ich meine Eltern sehen konnte, und mir wurde klar, dass wir jetzt nicht nur für uns selbst kämpfen mussten – sondern für alle, die in diesem Haus waren. Ein Windstoß ließ das Fenster im Flur leicht klappern, und ich hörte, wie der Mann leise, aber höhnisch lachte. Unbekannt: „Es wird nicht lange dauern, bis ihr versteht, dass es keinen Ausweg gibt.“ Mein Herz raste, und ich spürte, wie Alec sich noch ein Stück weiter vor mich schob, bereit, sich allem zu stellen, was kommen würde. Und tief in mir wuchs die Angst, dass dieser Abend unser Leben für immer verändern würde.

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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