Thorned – Kapitel 83

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Der nächste Morgen fühlte sich an, als hätte jemand die Realität auf doppelte Geschwindigkeit gestellt. Während draußen vor unserem Apartment bereits zwei schwarze Vans mit getönten Scheiben warteten, herrschte im Inneren ein kontrolliertes Chaos. Isabel wirbelte mit Haarspray und Puder durch die Zimmer, um die Augenringe der Jungs wegzuzaubern, während Luca nervös auf seinem Tablet herumtippte und uns Anweisungen zurief. Als wir schließlich alle im Wagen saßen und sich die Türen mit einem satten Klacken schlossen, war die ausgelassene Stimmung vom Vorabend einer konzentrierten Anspannung gewichen. Ich saß zwischen Alec und Isabel auf der Rückbank, meine Finger fest mit seinen verschränkt. Alec: „Du bist heute Morgen so verdammt ruhig, Elena. Über was denkst du nach? Wenn dir das alles zu viel wird, kannst du auch im Wagen warten. Niemand zwingt dich, da vorne im Blitzlichtgewitter zu sitzen.“ Ich: „Nein, Alec, ich ziehe das durch. Ich denke nur gerade darüber nach, was diese Journalisten fragen könnten. Sie werden versuchen, eine Verbindung zwischen dem Unfall in Athen, deinem Onkel und Jonah herzustellen. Sie wollen das Drama, nicht nur die Musik.“ Luca: „Genau deshalb haben wir die Strategie besprochen. Wenn die Frage nach Athen kommt, antwortest du knapp, Alec. Ein Satz zum Beileid für die Betroffenen, und dann lenkst du das Gespräch sofort auf das neue Album und die Tour-Energie. Elena, du bleibst einfach nur präsent und ruhig. Dein Schweigen ist deine stärkste Waffe.“ Isabel: „Ich habe Taylor schon gesagt, dass er einschreiten soll, falls ein Reporter zu frech wird. Er hat diesen Blick drauf, bei dem die Leute freiwillig aufhören zu atmen. Aber im Ernst, Elena, du siehst toll aus. Dein Selbstbewusstsein wird sie einschüchtern.“ Ich sah aus dem Fenster und beobachtete, wie die Skyline von Melbourne an uns vorbeizog. Je näher wir dem Konferenzzentrum kamen, desto mehr Kameras und Menschenmassen am Straßenrand fielen mir auf. Mein Herzschlag beschleunigte sich, und ich spürte, wie Alec meine Hand noch fester drückte. Alec: „Hör mir zu. In dem Moment, in dem wir da rausgehen, sind wir eine Einheit. Lass dich nicht von den Blitzlichtern blenden. Schau einfach mich an oder Taylor oder Isabel. Wir sind die Einzigen, die zählen.“ Taylor: „Genau. Und vergiss nicht, James und Jack sitzen auch da oben. Wir sind vier Mauern um dich herum. Keiner von diesen Sensationsgeiern kommt an dich ran, wenn wir das nicht wollen.“ Der Van rollte langsam in die Tiefgarage des Gebäudes, und das grelle Neonlicht der Deckenlampen spiegelte sich auf dem Lack. Luca klatschte einmal laut in die Hände, um unsere Aufmerksamkeit zu bündeln. Luca: „Okay, Leute. Masken auf, Rücken gerade. Zeigen wir Melbourne, dass die Band zurück ist und dass sie stärker ist als je zuvor. Elena, bist du bereit?“ Ich atmete tief durch, spürte das vertraute Kribbeln in meinen Fingerspitzen und sah Alec fest in die Augen. Ich: „Ich bin bereit. Gehen wir da raus und bringen es hinter uns.“

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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