Ich kroch auf den Knien über den aufgewühlten Boden, bis ich neben Alec und dem reglosen Körper von Philipp ankam. Der Anblick war kaum zu ertragen. Philipps Brust wies ein hässliches, rauchendes Brandmal auf, dort, wo Jaydens Lichtspeer ihn getroffen hatte. Das goldene Blut der Teufel schimmerte im fahlen Mondlicht und sickerte langsam in die dunkle Erde. Alec: „Er verliert zu viel Energie, Jennifer. Heiliges Licht ist wie Gift für uns. Wenn wir nichts tun, wird sein Kern einfach erlöschen.“ Alecs Stimme war rau vor Verzweiflung. Er hielt Philipps Hand so fest, dass seine Knöchel weiß hervortraten. Er sah mich an, und in seinen dunklen Augen spiegelte sich eine letzte, riskante Hoffnung wider. Jennifer: „Was kann ich tun? Ich bin keine Heilerin, Alec! Ich kann nur Dinge zerstören, das hast du doch gerade gesehen!“ Alec: „Deine Kraft ist Chaos. Es ist die Ursuppe von allem. Es kann zerstören, aber es kann auch Materie und Leben neu formen. Du musst ihm etwas von deiner Energie geben. Direkt in seine Wunde.“ Ich starrte auf meine Hände. Sie zitterten, und das silberne Glühen unter meiner Haut war immer noch aktiv, pulsierend und hungrig. Jennifer: „Und wenn ich ihn dabei ganz umbringe? Wenn mein Chaos ihn einfach auslöscht?“ Alec: „Dann stirbt er wenigstens durch die Hand von jemandem, den er… den er begehrt. Aber wenn du es nicht versuchst, ist er sowieso verloren.“ Ich atmete tief durch und legte meine flachen Hände auf Philipps heiße, blutgetränkte Brust. Sofort schoss ein stechender Schmerz durch meine Arme. Es fühlte sich an, als würde ich in flüssiges Blei greifen. Philipp stöhnte leise auf, seine Augenlider flatterten, aber er kam nicht zu sich. Jennifer: „Es tut weh… es will ihn verschlingen!“ Alec:“ Lass es fließen, Jennifer! Denk nicht an den Schmerz. Denk an das Feuer, das er in dir entfacht hat. Denk an die Freiheit, die er dir versprochen hat. Gib ihm ein Stück von dir!“ Ich schloss die Augen und konzentrierte mich auf das Summen in meinem Blut. Ich stellte mir vor, wie meine silberne Energie nicht als Waffe, sondern als flüssiges Band aus Licht aus meinen Poren trat. Ich drückte meine Hände fester auf die Wunde. Plötzlich geschah es: Ein gleißender, silberner Lichtstrom floss von mir in Philipps Körper. Mein ganzer Körper bog sich nach hinten, und ich schrie auf, als ich spürte, wie sich unsere Seelen buchstäblich miteinander verhakten. Es war mehr als nur Energieübertragung. Ich sah Bilder aus seinem Leben – Jahrhunderte voller Dunkelheit, Einsamkeit und Kampf – und mittendrin sah ich mich selbst, wie ich in der Kneipe hinter dem Tresen stand. Ein heftiger Ruck ging durch Philipps Körper. Er riss die Augen auf, die nun nicht mehr schwarz, sondern in einem hellen Silber leuchteten – genau wie meine. Das Brandmal auf seiner Brust schloss sich mit einer Geschwindigkeit, die unnatürlich war, und hinterließ eine Narbe in Form eines Blitzes. Erschöpft brach ich über ihm zusammen. Ich konnte keinen Finger mehr rühren. Philipp atmete tief und stoßweise, dann legte er eine Hand an meinen Hinterkopf und drückte mich sanft an seine Brust. Philipp:“…
Between Devils and Angels – Kapitel 14

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