Das Refugium war still geworden, doch es war eine schwere, drückende Stille. Die Armee der Reiniger war abgezogen, nachdem Jayden den Befehl zum Rückzug gegeben hatte. Er sah ein, dass ein Krieg gegen eine Mutter, die gerade ihren Gefährten verloren hatte, und ein Kind, das Monolithen zerschmettern konnte, nur in der Vernichtung aller enden würde. Doch Sarah ging nicht. Philipp: (seine Stimme ist gefährlich leise) „Warum stehst du noch hier, Sarah? Dein strahlender Ritter ist weg. Wenn du nicht sofort verschwindest, sorge ich dafür, dass du den Boden des Refugiums nie wieder verlässt.“ Sarah: (sie blickt nicht einmal von der versteinerten Gestalt Alecs auf) „Jayden ist ein Diplomat. Ich bin eine Kriegerin der Wahrheit. Und die Wahrheit ist: Das Kind ist instabil. Und Alec… Alec ist jetzt ein lebender Anker für die Macht der Architekten. Wenn sein Steinkörper bricht, wird die Energie frei und sprengt dieses ganze Refugium in Stücke.“ Ich saß am Boden, Lucians Kopf in meinem Schoß. Er war eingeschlafen, erschöpft von der Macht und der Trauer. Ich starrte auf Alec. Er sah aus wie ein Kunstwerk aus Schmerz – eine Statue aus Obsidian, in deren Rissen immer noch ein schwaches, violettes Licht pulsierte. Jennifer: „Sie bleibt, Philipp.“ Philipp: „Was?! Jen, sie hat versucht, uns zu töten! Sie hat Lucian als Seuche bezeichnet!“ Jennifer: „Sie kennt die Magie der Architekten besser als wir. Und sie weiß, wie man Lichtwesen bindet. Wenn es eine Chance gibt, Alec zurückzuholen, ohne dass er explodiert, brauchen wir ihr Wissen.“ Sarah trat einen Schritt näher an Alec heran. Sie hob ihre Hand, und ein sanftes, weißes Leuchten umgab ihre Fingerspitzen. Sie berührte die steinerne Schulter des Teufels. Ein Zischen ertönte, als Licht auf die dunkle Materie traf. Sarah: „Sein Geist ist tief im Inneren vergraben. Er kämpft gegen die Kristallisierung an. Aber er braucht eine Brücke. Philipp, dein Feuer könnte die Kälte des Glases mildern, aber mein Licht muss die Struktur halten, damit er nicht zu Staub zerfällt.“ Philipp: „Du willst, dass ich mit dir zusammenarbeite? Mit einer Inquisitorin?“ Sarah: „Ich tue das nicht für den Teufel. Ich tue es für das Gleichgewicht. Wenn er stirbt, wird Lucian fallen. Und ein rachsüchtiger Lucian ist das Letzte, was die Schöpfung braucht.“ Die Spannung zwischen den beiden war fast körperlich spürbar. Philipp, der rohe, emotionale Teufel, und Sarah, die unterkühlte, fanatische Engel-Kriegerin. Sie waren wie Öl und Wasser, doch Alec war das einzige, was sie nun zusammenhielt. In der Nacht beobachtete ich sie von der Ferne. Sie standen beide vor der Statue. Sie sprachen kaum, aber ihre Energien begannen sich vorsichtig zu verweben, um Alec zu stabilisieren. Plötzlich öffnete Lucian im Schlaf die Augen. Sie leuchteten nicht blau, sondern in einem klaren, unheimlichen Silber. Lucian: (flüsternd) „Siehst du sie auch, Mutter? Die Frau in den Wänden? Sie sagt, der Stein ist kein Gefängnis. Er ist eine Maske.“
Between Devils and Angels – Kapitel 78

© Alle Rechte vorbehalten.
Werde Teil der Community!
Erstelle ein kostenloses Konto und genieße diese Vorteile:
- ✅ Kommentieren: Tausche dich mit anderen aus.
- ✅ Lesestatus: Markiere Geschichten als gelesen.
- ✅ Updates: Erhalte E-Mails bei brandneuen Geschichten.
*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.