Jennifer: „Das heißt, ihr könnt alles hören, was ich denke? Das ist eine totale Verletzung meiner Privatsphäre!“ Alec: „Nicht alles. Nur die starken Emotionen. Und die Gedanken, die du direkt an uns richtest – oder die, die du krampfhaft versuchst zu verstecken.“ Plötzlich hörte ich Philipps Lachen in meinem Hinterkopf, ein dunkles, vibrierendes Geräusch. Philipp: „Keine Sorge, Jennifer. Wir hören nicht nur dich. Du hörst jetzt auch uns. Zum Beispiel, dass Alec gerade darüber nachdenkt, wie verdammt gut du in diesem viel zu großen Seidenhemd aussiehst.“ Ich starrte Alec fassungslos an. Er räusperte sich kurz und sah demonstrativ aus dem Fenster, doch ich konnte das triumphierende Glühen in seinen dunklen Augen sehen. Gleichzeitig spürte ich durch die Verbindung eine Welle von Amüsement, die von Philipp ausging, kombiniert mit einer besitzergreifenden Wärme. Jennifer: „Das ist… das ist schrecklich! Wie soll ich so jemals wieder einen klaren Gedanken fassen?“ Ich setzte mich erschöpft auf die Bettkante und vergrub das Gesicht in den Händen. Es war zu viel. Die Engel, das Chaos, die Teufelsbrüder in meinem Kopf. Alec: „Du wirst lernen, es zu filtern. Es ist wie ein Hintergrundrauschen. Aber es hat auch Vorteile.“ Er trat direkt vor mich und legte mir zwei Finger unter das Kinn, um meinen Kopf sanft anzuheben. Alec: „Wenn Jayden wieder versucht, in deinen Verstand einzudringen, wird er auf uns beide stoßen. Er wird nicht mehr nur ein verwirrtes Mädchen vorfinden, sondern eine Mauer aus Feuer und Schatten.“ In diesem Moment spürte ich durch das Band eine plötzliche, eisige Kälte. Es war kein Gedanke, sondern eine Warnung. Alec versteifte sich. Jennifer: „Was war das? Habt ihr das auch gespürt?“ Alec: „Ja. Die Engel ziehen ab. Aber sie tun es nicht, weil sie aufgegeben haben. Sie haben etwas anderes gefunden. Etwas, das uns zwingen wird, das Haus zu verlassen.“ Philipp: „Sie haben Isabel.“ Die Stimme in meinem Kopf war plötzlich eiskalt und voller Zorn. Isabel. Meine beste Freundin aus der Kneipe. Die einzige Person, die mir in dieser Stadt etwas bedeutete.
Between Devils and Angels – Kapitel 16

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