Die Nachricht von Isabels Gefangennahme traf mich wie ein physischer Schlag. Ich sah Isabel vor mir, wie sie in der Kneipe lachte, während sie Gläser polierte – völlig ahnungslos über die Welt, in die ich hineingezogen worden war. Jennifer: „Wir müssen sie da rausholen. Sofort. Wenn ihr ein Haar gekrümmt wird, brenne ich diesen Himmel eigenhändig nieder!“ Philipp kam ins Zimmer, sein silbernes Narbenmal am Schlüsselbein leuchtete schwach durch den Stoff seines Hemdes. Er wirkte ruhiger als Alec, aber die Wut in seinem Kopf fühlte sich an wie kochende Lava. Philipp: „Das ist genau das, was Jayden will, Jennifer. Er wartet darauf, dass du wütend und unkontrolliert angerannt kommst. Die Kathedrale des Lichts ist eine Festung. Wenn wir als Teufel dort einfach hineinspazieren, verbrennen wir zu Asche, bevor wir Isabels Zelle erreichen.“ Alec: „Es gibt nur einen Weg. Wir müssen sie glauben lassen, dass sie gewonnen haben. Dass der Pakt zwischen uns gebrochen ist.“ Ich sah von einem zum anderen. Die Brücke in meinem Kopf übermittelte mir den Plan, noch bevor Alec ihn laut aussprechen konnte. Es war wahnsinnig. Jennifer: „Ihr wollt, dass ich mich ausliefere? Dass ich so tue, als hätten die Teufel mich manipuliert und ich wolle nun ‚gereinigt‘ werden?“ Alec: „Du bist ein Chaos-Kind. Du kannst deine Aura unterdrücken, wenn wir dir zeigen, wie. Wir bringen dich bis vor die Tore. Du gehst hinein, findest Isabel und schwächst die Barrieren von innen. Sobald das Licht flackert, brechen Philipp und ich durch.“ Philipp:“ Philipp: „Es ist gefährlich, Jennifer. Wenn Jayden merkt, dass du lügst, wird er versuchen, dein Gedächtnis zu löschen. Er wird versuchen, die Verbindung zu uns mit geweihtem Silber zu zerschneiden.“ Ich spürte den stechenden Schmerz bei dem Gedanken, die Verbindung zu den beiden zu verlieren. Es war seltsam – vor zwei Tagen wollte ich sie noch loswerden, jetzt fühlte sich die Vorstellung, allein in meinem Kopf zu sein, wie der Tod an. Jennifer: „Ich schaffe das. Zeigt mir, wie ich meine Kraft verstecke.“ Die nächsten Stunden waren ein qualvoller Crashkurs. Alec und Philipp standen eng an meiner Seite und lehrten mich, meine silberne Energie tief in meinen Kern zu drücken, bis ich für die Außenwelt wie ein normaler, verängstigter Mensch wirkte. Am Abend standen wir am Waldrand, unweit der Kathedrale, die wie ein strahlender Finger aus weißem Marmor in den Nachthimmel ragte. Alec legte seine Stirn gegen meine. Alec: „Vergiss nicht: Wir sind immer da. Wenn es zu viel wird, ruf uns durch das Band. Wir hören dich, egal wie laut ihre Glocken läuten.“ Philipp trat hinter mich und legte seine Hände auf meine Schultern. Er küsste mich sanft auf den Scheitel. Philipp: „Spiel deine Rolle gut, Kleines. Und bring deine Freundin nach Hause.“ Ich atmete tief durch, unterdrückte das letzte Funkeln auf meiner Haut und trat aus dem Schatten der Bäume. Ich stolperte absichtlich, zerzauste mir das Haar und rannte auf die gleißenden Tore der Kathedrale zu. Jennifer: „Jayden! Sarah! Bitte… helft mir! Ich konnte entkommen!“ Die massiven Tore schwangen langsam auf. Eine Gruppe von Engeln in silbernen Rüstungen trat heraus, angeführt von Sarah. Ihr Blick war voller Misstrauen, aber auch triumphierender Freude. Sarah: „Jennifer? Du hast den Weg zurückgefunden? Gott sei Dank.“ Sie legte mir eine Hand auf die Schulter. Die Kälte ihres Lichts brannte wie Eis auf meiner Haut, die noch immer nach der Hitze von Philipp und Alec verlangte. Jennifer: „Sie… sie sind Monster. Sie haben Dinge mit mir gemacht… ich wollte das alles nicht. Bitte, wo ist Isabel? Sie haben gesagt, sie hätten sie auch geholt!“ Sarah lächelte ein falsches, mitleidiges Lächeln Sarah:“…
Between Devils and Angels – Kapitel 17

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