Between Devils and Angels – Kapitel 68

© Alle Rechte vorbehalten.

Werde Teil der Community!

Erstelle ein kostenloses Konto und genieße diese Vorteile:

  • Kommentieren: Tausche dich mit anderen aus.
  • Lesestatus: Markiere Geschichten als gelesen.
  • Updates: Erhalte E-Mails bei brandneuen Geschichten.

Jetzt Profil erstellen

In der staubigen Krypta von Blackwood Cove wurde die Luft immer dünner. Obwohl die gläsernen Ritter vorerst zerschmettert waren, pulsierte das Echo ihres Singens immer noch in den Wänden. Wir konnten nicht durch das Hauptportal der Kirche gehen – draußen warteten die Augen der Inquisition und die Scanner der Architekten. Alec: „Wir gehen nicht in die Eiserne Stadt. Jayden, Sarah… ich traue eurem ‚Refugium‘, aber ich traue eurem Orden nicht. Sobald wir eure Hallen betreten, wird Jennifer zur Gefangenen.“ Jayden: „Hast du eine bessere Idee, Teufel? Die Welt der Menschen schließt sich um uns wie eine Falle.“ Alec: „Es gibt einen Weg. Die Traumlande. Es ist die Ebene, auf der die Seelen der Sterblichen wandern, während sie schlafen. Die Architekten verstehen keine Träume – sie sind zu chaotisch für ihre Logik. Wenn wir uns durch das kollektive Bewusstsein der schlafenden Stadt bewegen, können wir das Refugium erreichen, ohne eine Spur zu hinterlassen.“ Philipp: (runzelt die Stirn) „Du weißt, was der Preis für das Wandern in den Träumen ist, Alec. Die Traumlande fordern Maut. Sie ernähren sich von dem, was uns am wertvollsten ist: unseren Erinnerungen.“ Ich sah von Alec zu Philipp. Die Vorstellung, vergessen zu müssen, was wir im letzten Jahr durchgemacht hatten – die Kämpfe, die Nacht im Zelt, das Band, das uns verband –, fühlte sich schlimmer an als der Tod. Jennifer: „Gibt es keinen anderen Weg?“ Alec: „Nicht, wenn wir das Kind schützen wollen, Jennifer. Wir werden vergessen, wer wir füreinander sind, während wir hindurchgehen. Aber wenn unsere Verbindung so stark ist, wie wir glauben, werden wir uns am anderen Ende wiederfinden. Das Band ist in unsere Seelen graviert, nicht nur in unseren Verstand.“ Ich nahm ihre Hände. „Versprecht es mir. Dass wir uns suchen werden.“ Philipp: „Ich würde dich in tausend Leben finden, Jennifer. Selbst wenn ich meinen eigenen Namen vergesse.“ Alec kniete sich auf den Boden der Krypta und zeichnete mit seinem eigenen Blut einen Kreis aus Runen. Er flüsterte eine Beschwörung, die die Schatten im Raum zum Tanzen brachte. Die Dunkelheit begann sich wie schwarzes Wasser vom Boden zu erheben, bis sie uns bis zu den Knien stand. Alec: „Schließt die Augen. Denkt an nichts. Lasst euch treiben.“ Das Schwarz stieg höher. Ich spürte, wie die Kälte der Traumlande mich einhüllte. Plötzlich fühlte es sich an, als würde jemand mit einem Schwamm über meine Gedanken wischen. Wer war der Mann mit den Flammenaugen. Warum hielt ich die Hand eines Schattens? Warum war mein Bauch so schwer und voller Licht? Die Krypta verschwand. Blackwood Cove verschwand. Ich schlug die Augen auf. Ich befand mich in einer Stadt, die aus Papier und Nebel zu bestehen schien. Die Häuser bogen sich in unmöglichen Winkeln, und der Himmel war eine Collage aus Kindheitserinnerungen und Alpträumen fremder Menschen. Ich war allein. Ich sah an mir herab. Ich trug ein weißes Kleid, das im Wind flatterte. Ich wusste, dass ich jemanden suchte… oder etwas. Aber mein Kopf war leer. Nur ein tiefes, ziehendes Gefühl in meiner Brust leitete mich durch die papiernen Gassen. Stimme: „Verlaufen, Fremde?“ An einer Straßenecke stand ein Mann in einem zerlumpten schwarzen Mantel. Er hatte ein vertrautes Gesicht, aber ich konnte keinen Namen dazu finden. Seine Augen waren dunkel und voller Schmerz. Er schien mich nicht zu erkennen, aber er starrte auf meinen Bauch, als würde er ein Rätsel lösen wollen. Der Mann (Alec): „Du solltest nicht hier sein. Dieser Teil des Traums gehört einem Mörder. Er ist nicht sicher für… jemanden wie dich.“ Jennifer: „Ich suche zwei Männer. Ich weiß nicht, wer sie sind. Aber ohne sie bin ich nicht ganz.“ Plötzlich hörten wir ein Brüllen aus einer der Gassen. Ein riesiges Wesen aus Feuer und Wut – eine Manifestation eines Alptraums – stürmte auf uns zu. Es hatte die Gestalt eines gefallenen Kriegers, aber sein Gesicht war eine Maske aus reinem Schmerz.

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

× Lightbox