Das herablassende Echo von Jaydens Stimme vibrierte noch in der Luft, als ich Lucians kleine, zitternde Hand nahm. Ich kniete mich vor ihn hin, sodass ich ihm direkt in die Augen sehen konnte – Augen, die so viel mehr gesehen hatten, als ein Fünfjähriger sollte. Jennifer: „Lucian, hör mir zu. Sie haben Angst vor dir, weil sie dich nicht verstehen. Aber du bist kein Monster. Du bist das Gleichgewicht.“ Alec: „Jen, bist du sicher? Er ist noch so jung. Wenn er die Leere entfesselt, könnten wir die Kontrolle verlieren.“ Philipp: (ballt die Fäuste, seine goldenen Adern leuchten) „Er ist unser Sohn, Alec. Er wird nicht verlieren. Er wird sie lehren, was es bedeutet, eine Familie anzugreifen.“ Ich blickte über den Rand der Festung zu Jayden und Sarah hinunter. Sie begannen mit dem Aufstieg. Lichtblitze und brennende Pfeile schlugen gegen unsere Barrieren. Jennifer: „Lucian, schließ die Augen. Denk an die blauen Schmetterlinge. Aber diesmal… lass sie nicht nur fliegen. Lass sie wachsen. Spür die Hitze von Philipp und die Kälte von Alec in dir. Sie sind deine Wurzeln.“ Lucian atmete tief ein. Er schloss die Augen, und plötzlich hörte das Windgeheul um die Festung auf. Eine unheimliche Stille legte sich über das Refugium. Dann begann der Boden unter uns zu beben. Keine Trümmer fielen herab. Stattdessen begann eine tiefblaue, fast schwarze Energie aus Lucians Körper zu fließen. Sie hüllte Alec und Philipp ein und verband sich mit ihrer eigenen Magie. Es war eine Verstärkung, wie wir sie noch nie erlebt hatten. Lucian: (seine Stimme klang plötzlich doppelt, als würde die Leere selbst durch ihn sprechen) „Sie sollen… weggehen.“ Er streckte seine kleine Hand in Richtung der Brücke aus. Ein gewaltiger Stoß aus blauer Resonanz schoss hervor. Es war kein Feuer und kein Schatten, sondern eine Welle, die die Realität selbst erzittern ließ. Unten auf der Brücke schrie Sarah auf, als ihre obsidianfarbene Rüstung Risse bekam. Jayden hob sein Schild, doch die Welle war so stark, dass er meterweit zurückgeschleudert wurde. Die Armee der „Reiniger“ geriet ins Wanken. Die Waffen der Soldaten begannen in ihren Händen zu vibrieren, bis sie einfach zersprangen. Jayden: „Was ist das für eine Macht?! Das ist kein Kind mehr!“ Sarah: „Es ist eine Seuche! Bogenschützen, feuert! Tötet es, bevor es uns alle auflöst!“ Ein Hagel aus geweihten Pfeilen schoss auf uns zu. Doch Alec bewegte sich schneller, als ich es je gesehen hatte – Lucians Energie machte ihn fast zu einem Geist. Er fing die Pfeile in der Luft ab, während Philipp mit einem Satz vom Balkon sprang und wie ein Komet mitten in der feindlichen Armee landete. Philipp: „Ihr wollt das Kind? Dann müsst ihr erst an seinem Vater vorbei!“ Philipp kämpfte wie ein Besessener, unterstützt von Lucians blauen Blitzen, die immer dann einschlugen, wenn Philipp in Bedrängnis geriet. Es war kein Kampf mehr. Es war eine Demonstration.
Between Devils and Angels – Kapitel 74

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