Das Portal fühlte sich an wie eine Reise durch einen Fleischwolf. Als ich die Augen öffnete, war das sanfte Rauschen des Meeres von Blackwood Cove verschwunden. Stattdessen umgab mich ein Summen, so hoch und rein, dass meine Zähne vibrierten. Ich lag auf einer Plattform aus transparentem Kristall. Unter mir erstreckte sich eine Welt, die jeglicher Natur spottete. Es war die Zentrale der Architekten – eine gigantische Stadt aus Würfeln, Dreiecken und Kreisen, die sich bis in die Unendlichkeit zu wiederholen schien. Alles war weiß, silbern und violett. Jennifer: „Ich bin hier. Jetzt lass meine Familie in Frieden!“ „Frieden ist eine Illusion der Unvollkommenen“, hallte eine Stimme durch den Raum. Sie kam von überall und nirgendwo. In der Mitte der Halle begann das Licht zu gerinnen. Es formte keine neue Gestalt, sondern ein vertrautes Abbild. Aus den flimmernden Pixeln der Realität trat eine Kopie von mir selbst hervor – doch sie war farblos, ihre Augen waren leere, weiße Prismen. Der Ur-Architekt: „Du hast meinen Weißen Raum mit deinen Farben beschmutzt, Jennifer Adams. Du hast Chaos in die Ordnung gebracht. Aber in deinem Sieg hast du mir das wertvollste Geschenk gemacht: Ein Gefäß, das die Leere halten kann, ohne zu zerbrechen.“ Jennifer: „Ich werde dir niemals dienen. Ich werde eher meine eigene Essenz verbrennen, als dass du mich benutzt.“ Ich versuchte, meine Magie zu rufen, doch meine Hände blieben leer. Überall an den Wänden hingen gigantische Saugvorrichtungen, die jede Spur von unkontrollierter Energie sofort absorbierten. Der Ur-Architekt: „Du verstehst es nicht. Ich brauche keinen Sklaven. Ich brauche eine Evolution. Mein bisheriger Körper war aus reiner Logik – und er war schwach gegen deine Emotionen. Deshalb werde ich eins mit dir werden. Dein Herz, dein Schmerz, deine Liebe… kombiniert mit meiner Perfektion.“ Ein gewaltiger Strahl aus violettem Licht schoss von der Decke herab und hüllte mich ein. Ich schrie auf, als ich spürte, wie kalte, mathematische Formeln begannen, meine Erinnerungen zu überschreiben. Er wollte mein Bewusstsein nicht löschen – er wollte es in ein Gitter aus Stahl und Glas einsperren. In der Ferne, am Rande meines schwindenden Bewusstseins, spürte ich jedoch etwas.
Between Devils and Angels – Kapitel 94

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