Thorned – Kapitel 96

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Der Strand von St. Kilda lag im gleißenden Nachmittagslicht da, und die salzige Brise des Ozeans war die perfekte Medizin gegen den leichten Kater der letzten Nacht. Wir hatten uns ein wenig abseits der Hauptpromenade niedergelassen, in der Hoffnung, ungestört zu bleiben. Alec trug eine Sonnenbrille und eine tief ins Gesicht gezogene Kappe, während er entspannt im Sand saß und meine Hand hielt. Jack: „Das ist es, Leute. Keine Scheinwerfer, kein Bassgewummer – nur das Rauschen der Wellen. Ich könnte mich daran gewöhnen.“ Taylor: „Genieß es, solange es dauert, Jack. Morgen geht der Tour-Plan weiter. Aber heute gehört der Tag uns.“ Wir lachten und unterhielten uns gerade über Isabels klägliche Versuche, auf einem Stand-up-Paddleboard das Gleichgewicht zu halten, als mir eine junge Frau auffiel. Sie stand etwa zehn Meter entfernt, trug ein Band-Shirt der letzten Tour und starrte fast ungläubig in unsere Richtung. In ihren Händen hielt sie zitternd eine Kamera. Ich: „Alec, ich glaube, wir wurden entdeckt.“ Alec seufzte leise, aber nicht genervt. Er war es gewohnt. Doch die junge Frau kam nicht einfach nur für ein schnelles Autogramm herüber. Sie wirkte völlig aufgelöst. Als sie schließlich vor uns stand, ignorierte sie den Rest der Band komplett. Ihr Blick klebte förmlich an Alec. Fan (Mia): „Alec… ich… ich kann nicht glauben, dass du es wirklich bist. Ich war gestern Abend in der ersten Reihe. Du hast den Song gesungen und… du hast mich dabei angesehen, oder? Ich weiß, dass du mich gespürt hast.“ Es herrschte einen Moment betretenes Schweigen. Alec setzte sich auf und schenkte ihr ein freundliches, aber distanziertes Lächeln. Alec: „Hallo. Es freut mich, dass dir das Konzert gefallen hat. Die Energie in der ersten Reihe war wirklich toll gestern.“ Mia: „Nein, Alec, das war mehr als nur Energie. Seit ich dich das erste Mal gehört habe, weiß ich, dass wir eine Verbindung haben. Ich schreibe dir jeden Tag auf Instagram… ich bin diejenige, die dir die Gedichte über die Einsamkeit schickt. Du hast sie doch gelesen, oder? Deshalb warst du gestern so emotional.“ Sie klang nicht aggressiv, sondern eher verzweifelt hoffnungsvoll. Ihr Blick glitt kurz zu mir, und für eine Sekunde blitzte etwas wie tiefe Eifersucht in ihren Augen auf, bevor sie sich sofort wieder Alec zuwandte. Mia: „Sie ist nur eine Ablenkung, Alec. Das sagen alle im Forum. Du brauchst jemanden, der deine Musik wirklich versteht. Jemand, der für dich lebt, so wie ich.“ Alecs Miene wurde schlagartig ernst. Er ließ meine Hand nicht los, sondern drückte sie fester, während er Mia direkt in die Augen sah. Alec: „Mia, hör mir zu. Ich schätze deine Unterstützung als Fan wirklich sehr. Aber die Verbindung, von der du sprichst… die existiert nur in deiner Vorstellung. Die Frau, die hier neben mir sitzt, ist kein ‚Hintergrundrauschen‘ und keine Ablenkung. Elena ist der Grund, warum ich diese Lieder überhaupt singen kann. Sie ist mein echtes Leben.“ Mia: „Aber du kennst mich doch gar nicht! Wenn du mir nur eine Chance geben würdest…“ Taylor: „Okay, Mia, ich glaube, das reicht für heute“, schaltete sich Taylor ruhig, aber bestimmt ein und stand auf, um sich sanft zwischen sie und uns zu stellen. „Wir haben heute einen privaten Tag. Es ist besser, wenn du jetzt gehst.“ Mia starrten Taylor wütend an, ihre Augen füllten sich mit Tränen. Sie warf mir noch einen letzten, giftigen Blick zu, bevor sie sich umdrehte und fast weglaufend im Getümmel der Promenade verschwand. Isabel: „Wow… das war intensiv. Geht es dir gut, Elena?“ Ich: „Ja… ich glaube schon. Es ist nur seltsam, so viel Hass von jemandem zu spüren, der mich gar nicht kennt.“ Alec: „Es ist kein Hass auf dich, Elena. Es ist die Projektion ihrer eigenen Sehnsucht. Aber es tut mir leid, dass du das miterleben musstest. Das ist die Kehrseite dieses Jobs.“ Er zog mich eng an sich und gab mir einen festen Kuss auf die Stirn, während die Wellen weiter friedlich gegen den Strand schlugen.

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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