Thorned – Kapitel 95

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Das helle Mittagslicht von Melbourne stach unerbittlich durch die Ritzen der Vorhänge, als ich langsam die Augen öffnete. Mein Kopf fühlte sich schwer an, aber mein Herz war federleicht. Neben mir regte sich Alec; er vergrub sein Gesicht in seinem Kissen und gab ein tiefes, verschlafenes Brummen von sich, bevor er mich blindlings näher an sich zog. Alec: „Sag mir bitte, dass es erst sechs Uhr morgens ist und wir noch drei Stunden haben, bevor die Welt wieder existiert…“ Ich: „Schön wär’s, Rockstar. Aber die Sonne steht schon verdammt hoch. Und mein Handy vibriert seit mindestens einer Stunde ununterbrochen auf dem Nachttisch.“ Ich angelte nach meinem Telefon und traute meinen Augen kaum. Die Sperrbildschirm-Benachrichtigungen stapelten sich wie Dominosteine. Alec blinzelte verschlafen über meine Schulter, während ich die erste Musik-News-Seite öffnete. Alec: „Und? Haben sie uns zerrissen, weil wir zu laut waren, oder weil ich mein bestes Hemd mit Schweiß ruiniert habe?“ Ich: „Ganz im Gegenteil, Alec… schau dir das an!“ Ich hielt ihm das Display hin. Das Titelbild des größten australischen Musikmagazins zeigte uns beide auf der Bühne – genau in dem Moment, als er meine Hand hielt und wir uns im Scheinwerferlicht ansahen. Die Schlagzeile lautete:

„Die Nacht, in der Melbourne sein Herz verlor: Alec und seine Elena verzaubern die Rod Laver Arena.“

Alec: „’Seine Elena’… gefällt mir. Die haben einen guten Geschmack bei den Titeln.“ Ich: „Hör dir das an: ‚Es war kein PR-Stunt, sondern pure, unverfälschte Emotion. Als Alec die Journalistin Elena auf die Bühne holte, wurde aus einem Rockkonzert ein intimes Geständnis. Die Chemie zwischen den beiden ist die Seele des neuen Sounds.’“ Alec lachte leise und küsste meine Schulter. Er wirkte sichtlich erleichtert, dass die Presse unseren Moment nicht als billige Show, sondern als das aufgenommen hatte, was er war. Alec: „Siehst du? Ich hab dir gesagt, sie werden dich lieben. Aber schau mal weiter unten, was schreiben sie über den neuen Song?“ Ich: „Hier: ‚Der neue Track ist eine Hymne auf den Neuanfang. Wenn Alec singt, merkt man, dass er nicht mehr für die Massen performt, sondern für die eine Person, die ihn wieder geerdet hat.‘ Alec, das ist Wahnsinn. Sogar die kritischen Blogs loben deine Stimme in den höchsten Tönen.“ Gerade als ich weiterlesen wollte, flog die Tür zum Wohnzimmer auf – wir hatten wohl vergessen abzuschließen – und die üblichen Verdächtigen stürmten mit frischen Zeitungen und einer Schachtel Donuts herein. Jack: „Aufstehen, ihr Medienstars! Wir sind viral! Taylor hat schon dreimal versucht, die Kommentare unter dem Video von eurem Kuss zu zählen, aber er kommt nicht hinterher!“ Isabel: „Lasst sie doch erst mal wach werden! Aber im Ernst, Elena, die Reaktionen auf deinen Blog-Teaser sind unglaublich. Die Leute wollen mehr von deiner Sicht der Dinge lesen. Du bist gerade die interessanteste Frau in ganz Australien.“ Taylor: „Sogar mein alter Herr hat aus Sydney angerufen und gefragt, wer ‚das taffe Mädel‘ auf der Bühne war. Er meinte, Alec hätte endlich mal jemanden gefunden, der ihm die Show stiehlt.“ Alec setzte sich auf, strich sich die zerzausten Haare aus der Stirn und grinste seine Bandkollegen an. Alec: „Sie stiehlt mir nicht die Show, Taylor. Sie macht sie erst komplett. Aber jetzt raus hier mit euren Donuts, wir brauchen erst mal Kaffee und mindestens fünf Minuten ohne Schlagzeilen!“

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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