Der Van vibrierte fast unter dem lauten Lachen und der Musik, während wir durch die nächtlichen Straßen von Melbourne rasten. Das Ziel war ein exklusiver Untergrund-Club in Fitzroy, den Luca komplett für die Band und das Team abgesperrt hatte. Kaum dass wir durch den Hintereingang traten, schlug uns der tiefe Bass und das warme, violette Licht entgegen. Jack: „Endlich! Luca, sag mir nicht, dass wir hier auf unsere Getränke warten müssen – nach diesem Set brauche ich flüssiges Gold!“ Luca: „Keine Sorge, Jack. Die Bar ist offen, die Playlist ist bereit, und für die nächsten vier Stunden gibt es keine Reporter, keine Handys und keine Fragen. Nur wir.“ James schnappte sich sofort ein paar Drinks und reichte sie in die Runde, während Taylor Isabel auf die Tanzfläche zog, noch bevor sie überhaupt ihren Mantel ablegen konnte. Alec hielt mich fest an der Taille und führte mich zu einer der Ledercouches in der VIP-Ecke, von der aus wir den ganzen Club überblicken konnten. Alec: „Kannst du das glauben, Elena? Vor ein paar Stunden standen wir noch vor Tausenden, und jetzt sitzen wir hier, als wäre nichts gewesen. Aber dein Lächeln… das ist das Beste am ganzen Abend.“ Ich: „Ich glaube, ich realisiere es erst jetzt richtig. Der Anruf von meiner Mutter hat dem Ganzen den Rest gegeben. Zu wissen, dass sie in Athen sitzen und uns unterstützen, fühlt sich an, als wäre ein riesiger Stein von meinem Herzen gefallen.“ Alec: „Dann lass uns darauf anstoßen. Auf die Musik, auf Melbourne und darauf, dass deine Eltern mich offiziell nicht mehr für einen zwielichtigen Rocker halten!“ Wir lachten und stießen an, während die Stimmung im Club immer ausgelassener wurde. Jack hatte sich inzwischen das DJ-Pult geschnappt und mischte einen ihrer eigenen Songs mit einem klassischen Rock-Beat, was James dazu brachte, auf einem der Tische Luftgitarre zu spielen. Es war pures Chaos, aber es war unser Chaos. Isabel: „Elena! Komm schon, du kannst nicht den ganzen Abend hier sitzen und Händchen halten! Taylor behauptet, er kann besser tanzen als du – beweis ihm das Gegenteil!“ Alec: „Geh ruhig, mein Engel. Ich beobachte dich von hier aus und genieße den Anblick. Aber wehe, Taylor wird zu frech, dann muss ich doch noch einschreiten.“ Ich lachte, stellte mein Glas ab und ließ mich von Isabel auf die Tanzfläche ziehen. Inmitten des Nebels und der blinkenden Lichter fühlte ich mich so lebendig wie noch nie. Wir tanzten, lachten und für ein paar Stunden gab es keine Schatten der Vergangenheit, keine beruflichen Sorgen und keine Kameras. Gegen drei Uhr morgens, als die Musik etwas ruhiger wurde, kam Alec zu mir auf die Tanzfläche. Er schlang die Arme von hinten um mich und wiegte uns sanft im Takt. Alec: „Ich glaube, es ist Zeit, nach Hause zu gehen, bevor Jack versucht, die Diskokugel abzumontieren. Was meinst du?“ Ich: „Ich glaube, du hast recht. Es war ein perfekter Abend, Alec. Der beste meines Lebens.“ Alec: „Dann lass uns gehen. Ich will diesen Tag genau so beenden, wie er angefangen hat – nur mit dir.“
Thorned – Kapitel 94

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