Jennifer: „Ich… ich kann es nicht. Es ist zu viel auf einmal.“ Philipp: „Doch, du kannst es. Wir sind hier. Wir fangen dich auf. Fokussier dich auf uns. Auf das Verlangen, das du fühlst. Auf die Freiheit, die dir die Engel nehmen wollen.“ Ich sah abwechselnd in ihre Augen. In Alecs dunklen Tiefen spiegelte sich eine gefährliche Verheißung, in Philipps Blick brannte ein wildes Feuer. Ich spürte, wie sich eine wohlige Wärme in mir ausbreitete, die sich mit dem Chaos verband. Es war diese Anziehung, die ich von Anfang an gespürt hatte, jetzt verstärkt durch die Magie im Raum. Ich streckte meine Hand aus. Ein kleiner, silberner Blitz schoss von meiner Fingerspitze und tanzte für Sekunden in der Luft. Alec: „Sehr gut, Jennifer. Du lernst schnell. Stell dir vor, was wir drei noch alles erreichen können.“ Philipp legte seine Hände an meine Wangen und zwang mich, ihn direkt anzusehen. Seine Handflächen waren heiß. Philipp: „Du gehörst zu uns, Chaos-Kind. Diese Macht ist dein Erbe, und wir werden sie gemeinsam entfesseln.“ Ohne Vorwarnung beugte er sich vor und küsste mich. Es war keine Bitte, sondern eine Forderung. Seine Lippen waren heiß, und der Kuss schmeckte nach Whiskey und Gefahr. Mein Kopf schwindelte, und ich spürte, wie Alec von der anderen Seite seine Hand auf meine Taille legte, um mich zu stützen – oder um mich näher zu ziehen. Meine Kraft reagierte auf die Berührungen der beiden und schickte kaskadenartige Wellen durch meinen Körper. Als Philipp sich langsam löste, atmete ich schwer. Sein Blick war dunkel und triumphierend. Philipp: „Das war erst der Anfang, Jennifer“ Ich stand da, unfähig mich zu bewegen, während mein Atem stoßweise ging. Philipps Lippen hatten eine Spur von Feuer hinterlassen, und Alecs Hand an meiner Taille fühlte sich an wie ein Versprechen, das ich gleichzeitig fürchtete und herbeisehnte. Die Stille in der großen Halle war so schwer, dass man das Knistern der Fackeln fast wie Peitschenhiebe hörte. Alec: „Du solltest nicht alles für dich beanspruchen, Bruder. Sie muss lernen, dass das Chaos zwei Seiten hat. Eine, die brennt, und eine, die verschlingt.“ Er zog mich sanft herum, weg von Philipp, bis ich direkt vor ihm stand. Seine dunklen Augen fixierten meine, und ich fühlte mich wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Alec war kühler als Philipp, aber seine Intensität war nicht weniger gefährlich. Er nahm meine Hand, die immer noch das Whiskeyglas umklammerte, und stellte es behutsam auf den Marmortisch neben uns. Jennifer: „Ich bin kein Spielzeug, das ihr euch hin- und herschieben könnt. Ich bin hier, um zu lernen, wie ich nicht alles um mich herum in die Luft jage.“ Alec: „Und genau das tun wir. Aber Magie ist bei uns Teufeln untrennbar mit Leidenschaft verbunden. Wenn du deine Kraft fühlen willst, musst du lernen, dich zu öffnen. Nicht nur für die Energie, sondern auch für uns.“ Er hob meine Hand und küsste meine Innenseite des Handgelenks, genau dort, wo mein Puls raste. Ein wohliger Schauer lief über meinen Rücken. Ich wollte protestieren, aber die Worte blieben mir im Hals stecken. Philipp: „Siehst du, wie sie auf uns reagiert? Das Chaos in ihr erkennt uns an, Alec. Es will nicht zurück in die Ordnung der Engel. Es will spielen.“ Philipp trat hinter mich und legte seine Arme locker um meine Taille, genau über Alecs Hand. Ich war nun komplett zwischen ihnen gefangen. Die Hitze von Philipp im Rücken und der durchdringende Blick von Alec vor mir ließen meine Knie weich werden. Jennifer:“…
Between Devils and Angels – Kapitel 6

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