Thorned – Kapitel 100

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Da die Tournee in Australien stattfand und Alecs Eltern in einem ruhigen Vorort von Melbourne lebten, hatte Alec beschlossen, den freien Tag vor der Weiterreise nach Sydney zu nutzen. Er wirkte nervöser, als ich ihn je vor einer ausverkauften Arena gesehen hatte. Er rückte sich ständig den Kragen seines Hemdes zurecht, während wir in die Einfahrt eines charmanten, von Eukalyptusbäumen gesäumten Hauses einbogen. Alec: „Okay, tief durchatmen. Mein Vater wird versuchen, dich mit Geschichten über meine peinlichen Versuche, als Zehnjähriger Schlagzeug zu spielen, zu blamieren. Und meine Mutter… sie wird dich wahrscheinlich sofort adoptieren und dir viel zu viel Essen anbieten.“ Ich: „Alec, beruhige dich. Nach dem, was wir in den letzten Wochen erlebt haben, schockieren mich ein paar Kindheitsgeschichten sicher nicht.“ Kaum hatten wir die Türschwelle betreten, kam uns eine Frau mit dem gleichen warmen Funkeln in den Augen wie Alec entgegen. Das war Grace, seine Mutter. Hinter ihr erschien ein groß gewachsener Mann mit grau meliertem Haar und einem herzlichen Lächeln – Robert, sein Vater. Grace: „Da seid ihr ja endlich! Elena, komm herein, lass dich drücken. Wir haben so viel über dich gelesen, aber die Bilder werden dir gar nicht gerecht.“ Robert: „Schön dich kennenzulernen, Elena. Alec hat am Telefon gar nicht mehr aufgehört, von dir zu schwärmen. Ich dachte schon, er hätte vergessen, dass er eigentlich zum Musikmachen in Melbourne ist.“ Wir setzten uns in den gemütlichen Wintergarten. Überall hingen gerahmte Fotos – Alec als kleiner Junge mit einer viel zu großen Gitarre, Alec bei seinem ersten Schulauftritt. Es fühlte sich so normal an, so weit weg vom Glitzer der Bühnenwelt. Robert: „Wir haben deinen Artikel gelesen, Elena. Das war mutig. In dieser Branche vergessen die Leute oft, dass hinter der Musik echte Familien stehen. Es hat uns gutgetan zu sehen, dass jemand Alec den Rücken freihält, der die Realität nicht aus den Augen verliert.“ Grace: „Genau. Wir machen uns oft Sorgen, weißt du? Der Ruhm kann einen einsam machen. Aber seit du in seinem Leben bist, klingt seine Stimme am Telefon anders. Er klingt… angekommen.“ Alec nahm unter dem Tisch meine Hand und drückte sie fest. Er sah seine Eltern mit einer Mischung aus Stolz und Erleichterung an. Alec: „Sie ist nicht nur meine Freundin, Mum. Sie ist mein Kompass. Ohne sie wäre die Tour in Melbourne sicher nicht so verlaufen.“ Ich: „Ihre Unterstützung bedeutet mir viel, Grace, Robert. Alec hat mir oft erzählt, wie wichtig ihm sein Zuhause hier in Melbourne ist. Jetzt verstehe ich, warum.“ Grace: „Ach, Elena, du gehörst jetzt dazu. Und bevor Alec dich wieder in den Tourbus entführt: Ich habe deinen Lieblingskuchen gebacken, Alec – und Elena, ich hoffe, du hast Hunger mitgebracht, denn ich habe für eine ganze Armee gekocht!“ Der Nachmittag verging wie im Flug. Wir lachten über alte Anekdoten, und Robert zeigte mir stolz Alecs erste, völlig zerschrammte Akustikgitarre, die er immer noch im Arbeitszimmer aufbewahrte. In diesem Haus war Alec nicht der Weltstar, sondern einfach nur der Sohn, der seine große Liebe mit nach Hause gebracht hatte. Als wir uns am Abend verabschiedeten, zog Grace mich noch einmal beiseite. Grace: „Danke, dass du auf ihn aufpasst, Elena. Er braucht jemanden wie dich.“ Ich: „Wir passen gegenseitig auf uns auf, Grace. Versprochen.“

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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