Der Abend im Ferienhaus verlief erstaunlich friedlich, und während das Feuer im Kamin prasselte und die wohlige Wärme den großen Wohnraum erfüllte, saßen wir alle um den massiven Holztisch und konzentrierten uns auf das Monopoly-Spiel, als hing unser Leben davon ab. Es tat gut, die Welt da draußen für ein paar Stunden auszusperren, auch wenn meine Gedanken immer wieder zu Alec abschweiften, der mittlerweile in dem hektischen New York angekommen sein musste.
Isabel: „Elena, du hast gerade schon wieder vergessen, die Miete für die Schlossallee einzutreiben, weil du schon wieder völlig geistesabwesend auf dein Handy starrst – ich sag es dir ungern, aber wenn du so weitermachst, bist du in zwei Runden bankrott!“
Ich: „Tut mir leid, ich war nur kurz in Gedanken bei Alec und habe mich gefragt, ob er gut in seiner Wohnung angekommen ist, aber du hast recht, ich sollte mich auf meine Immobilien konzentrieren, bevor du mich hier komplett ausnimmst.“
Philipp: „Ich sage es ja nur ungern, aber Isabel hat bereits drei Hotels gebaut, während wir hier noch über die Romantik diskutieren, also schlage ich vor, wir machen eine kurze Pause, damit Elena in Ruhe telefonieren kann und wir danach mit vollem Ernst weiterspielen.“
Dankbar nahm ich das Angebot meines Vaters an und schlich mich mit meinem Handy auf die Terrasse, wo die Nachtluft so klar und kalt war, dass mein Atem in kleinen weißen Wolken vor meinem Gesicht tanzte. Ich drückte auf den Kontakt und es dauerte nur zwei Klingeltöne, bis Alecs vertraute, leicht heisere Stimme am anderen Ende der Leitung erklang, was sofort eine wohlige Gänsehaut auf meinen Armen auslöste.
Alec: „Elena? Gott sei Dank, ich habe gerade erst meine Taschen in den Flur geworfen und wollte dich eigentlich in fünf Minuten selbst anrufen, weil ich es kaum erwarten konnte, deine Stimme zu hören.“
Ich: „Ich vermisse dich schrecklich, Alec, es ist hier am See zwar wunderschön und ruhig, aber ohne dich fühlt sich diese Stille irgendwie unvollständig an, als würde ein Teil von mir noch immer im Flieger sitzen.“
Alec: „Mir geht es genauso, mein Engel, die Wohnung fühlt sich leer an und der Lärm von Manhattan ist fast schon unerträglich nach der Zeit bei dir, aber Jack hat mir vorhin schon geschrieben, dass wir uns morgen früh im Studio treffen, also werde ich direkt wieder ins kalte Wasser geworfen.“
Ich: „Versprich mir, dass du dich nicht übernimmst und dass du mir erzählst, wenn dich die Erinnerungen an Olivia oder Jonah doch wieder einholen, denn wir haben abgemacht, dass wir nichts mehr voreinander verheimlichen.“
Alec: „Das verspreche ich dir hoch und heilig, Elena, und jetzt geh wieder rein zu den anderen, bevor du dir dort draußen noch den Tod holst – ich schicke dir morgen ein Video von den Proben, damit du siehst, wie sehr die Jungs dich vermissen.“
Als ich das Gespräch beendete und mit einem breiten Lächeln zurück ins warme Wohnzimmer trat, sah Isabel mich mit einem wissenden Grinsen an und schüttelte nur den Kopf, während sie bereits die Würfel für ihren nächsten Zug schüttelte.
Isabel: „Na, hat der Rockstar dir versichert, dass er ohne dich völlig aufgeschmissen ist? Dann können wir ja jetzt endlich weitermachen, denn ich habe vor, dieses Spiel heute Abend als glorreiche Siegerin zu beenden.“
Jennifer: „Träum weiter, Isabel, ich habe nämlich gerade die Bahnhofstraße gekauft und warte nur darauf, dass du auf meinem Feld landest, damit ich Elena finanziell wieder unter die Arme greifen kann.“
Wir spielten noch bis spät in die Nacht, und obwohl ich am Ende tatsächlich gegen Isabel verlor, fühlte ich mich so leicht wie schon lange nicht mehr, denn ich wusste, dass wir trotz aller Hindernisse einen Weg finden würden, unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten.

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