Thorned – Kapitel 66

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Der nächste Morgen begann mit einem sanften goldenen Licht, das durch die Ritzen der hölzernen Fensterläden drang und tanzende Staubkörner in der Luft beleuchtete. Ich schälte mich aus den schweren Decken und schlich leise in die Küche, um niemanden zu wecken, doch Isabel saß bereits am großen Esstisch, eine dampfende Tasse Kaffee in den Händen und den Blick starr auf ihr Tablet gerichtet. Isabel: „Guten Morgen, Schlafmütze, ich wollte dich eigentlich noch träumen lassen, aber du solltest dir das hier ansehen – die ersten Fan-Seiten in New York posten bereits Fotos von Alec, wie er heute Morgen vor dem Studio aus dem Taxi gestiegen ist.“ Ich setzte mich schläfrig neben sie und starrte auf das verschwommene Bild eines Paparazzo, das Alec in seiner schwarzen Lederjacke zeigte; er sah müde aus, aber sein Blick war entschlossen, als er sich den Weg durch die wartenden Menschen bahnte. Ich: „Es ist verrückt, oder? Hier am See scheint die Welt stillzustehen und niemand weiß, wer wir sind, aber dort drüben fängt der ganze Wahnsinn schon wieder von vorne an, kaum dass er einen Fuß auf den Boden gesetzt hat.“ Isabel: „Das ist nun mal das Leben, für das du dich entschieden hast, Elena, aber sieh mal genau hin – er trägt die Kette, die du ihm zum Abschied gegeben hast, ganz offen über seinem Shirt, als wollte er der ganzen Welt zeigen, dass er vergeben ist.“ Ein warmes Gefühl breitete sich in meiner Brust aus, doch bevor ich antworten konnte, kam mein Vater Philipp mit einer Kiste Kaminholz in den Raum und sah uns mit einem strengen, aber liebevollen Blick an. Philipp: „Keine Handys am Frühstückstisch, das war die Abmachung für diesen Urlaub, wir sind hier, um abzuschalten und nicht um zu kontrollieren, was die Klatschpresse in den Staaten über Alec schreibt.“ Ich: „Du hast ja recht, Dad, es fällt mir nur schwer, den Schalter so einfach umzulegen, wenn ich weiß, dass er jetzt wieder in dieser Welt ist, die uns schon einmal fast alles gekostet hätte.“ Jennifer: „Dann ist es gut, dass wir heute etwas vorhaben, was dich garantiert ablenken wird – dein Vater hat das alte Ruderboot klargemacht und wir werden ein Picknick auf der kleinen Insel in der Mitte des Sees machen, so wie wir es früher immer getan haben.“ Die Aussicht auf einen Tag auf dem Wasser half mir tatsächlich, die ständige Unruhe in meinem Inneren ein wenig zu dämpfen. Doch als wir später auf dem glitzernden See hinausruderten und ich die Stille der Natur einsaugte, vibrierte mein Handy in der Tasche meiner Jacke – eine Video-Nachricht von Alec, die ich mir heimlich ansah, während die anderen mit dem Boot beschäftigt waren. Alec (im Video): „Hey Elena, das Studio ist die Hölle ohne dich und Jack hat schon dreimal schlechte Laune bekommen, weil ich den Einsatz verpasst habe, aber jedes Mal, wenn ich an dich denke, schreibe ich eine Zeile für den neuen Song… ich liebe dich und ich hoffe, der See ist so friedlich, wie du es verdient hast.“ Ich drückte das Handy fest an mein Herz und blickte über das weite Wasser zum Ufer zurück, wo die Tannen tiefgrün im Wind schwankten, und zum ersten Mal spürte ich, dass wir es wirklich schaffen könnten – egal wie groß die Entfernung zwischen dem stillen See und dem lauten New York auch war. Isabel: „Elena, hör auf zu träumen und hilf mir lieber beim Anlegen, sonst landen wir im Schilf und dein Dad muss uns retten, was er uns den restlichen Urlaub lang unter die Nase reiben würde!“ Ich: „Bin schon dabei, Isabel, und glaub mir, heute wird uns nichts die Laune verderben, nicht einmal deine mangelnden Ruderkünste!“

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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