Thorned – Kapitel 69

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——Alec’s Sicht——

Ich saß mit hängenden Schultern auf der abgewetzten Ledercouch im Aufenthaltsraum des Studios, während um mich herum der Geruch von abgestandenem Kaffee und die stickige Luft Manhattans hingen. Mein Blick war starr auf mein Handy gerichtet, auf dem das letzte Bild von Elena in Athen leuchtete, und ich spürte dieses unerträgliche Ziehen in meiner Brust, das mich jedes Mal überkam, wenn ich an die enorme Distanz zwischen uns dachte. Plötzlich schwang die Tür auf und Luca platzte herein, zwei Becher Kaffee in den Händen und mit einem Gesichtsausdruck, der mir sofort verriet, dass er mir gleich wieder mit Terminen und Verpflichtungen kommen würde. Luca: „Alec, ich sehe doch genau, dass dein Kopf schon wieder im Flieger nach Melbourne sitzt, aber ich brauche dich hier im Hier und Jetzt, denn das Label erwartet bis Ende der Woche die Rohfassungen von mindestens drei weiteren Songs, sonst können wir den Veröffentlichungstermin komplett streichen.“ Ich: „Ich weiß das, Luca, und ich gebe hier drinnen wirklich alles, was ich habe, aber hast du mal darüber nachgedacht, dass ich kaum einen klaren Gedanken fassen kann, wenn ich weiß, dass Elena und Isabel gerade erst diesen Albtraum mit Jonah hinter sich haben und ich am anderen Ende der Welt festsitze?“ Luca: „Ich verstehe deine Sorgen besser, als du denkst, wirklich, aber als dein Manager ist es mein Job, dafür zu sorgen, dass deine Karriere nicht unter deinem Privatleben zusammenbricht, besonders jetzt, wo der Hype um die Band seinen Höhepunkt erreicht hat.“ Ich: „Karriere bedeutet mir absolut gar nichts, wenn die Frau, die ich liebe, tausende Kilometer entfernt ist und mich vielleicht genau in diesem Moment braucht, während ich hier sitze und versuche, irgendwelche Texte über Herzschmerz zu schreiben, den ich ohnehin schon jede einzelne Sekunde fühle.“ Luca seufzte schwer, stellte die Kaffeebecher auf den völlig überladenen Tisch und setzte sich mir gegenüber, wobei sein Blick für einen kurzen Moment weicher wurde und die harte Manager-Fassade endlich ein wenig bröckelte. Luca: „Hör zu, wenn wir diese Woche produktiv durchziehen und die Jungs – Taylor, Jack und James – ihre Parts fehlerfrei einspielen, dann werde ich sehen, was ich tun kann, um dich ein paar Tage früher als geplant zurück nach Melbourne zu schicken.“ Ich: „Meinst du das ernst? Wenn ich die Vocals für die Ballade heute Nacht noch fertig mache und wir morgen die Abmischung hinkriegen, lässt du mich wirklich gehen, bevor die Promo-Tour offiziell startet?“ Luca: „Ich verspreche nichts, aber ich kenne dich gut genug, um zu wissen, dass du im Studio wertlos bist, wenn dein Herz woanders ist, also nutz diesen Frust, pack ihn in die Musik und beweise mir, dass du diesen Flug verdient hast.“ Ich: „Das ist alles, was ich hören wollte, Luca, und glaub mir, die Jungs werden morgen so gut spielen wie noch nie zuvor, weil sie nämlich genauso wenig Lust haben wie ich, noch länger als nötig in diesem dunklen Studio zu hocken, während das Leben in Australien auf uns wartet.“ In diesem Moment kamen Taylor und Jack lachend aus der Aufnahmekabine, ihre Instrumente noch in den Händen, und blickten fragend in die Runde, während ich bereits aufsprang und mir mit neuer Energie mein Notizbuch schnappte. Jack: „Was ist los? Hat Luca dir gerade erzählt, dass wir eine Welttournee in einer Woche machen müssen, oder warum siehst du plötzlich aus, als hättest du im Lotto gewonnen?“ Ich: „Besser, Jack, wir haben einen Deal – wenn wir jetzt richtig Gas geben, sind wir schneller wieder in Melbourne bei Elena…

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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