——Alec’s Sicht——
Ich spürte eine Welle von purem Adrenalin durch meinen Körper schießen, während ich mir die Kopfhörer überstreifte und mich im kleinen, schallgedämmten Aufnahmeraum positionierte, fest entschlossen, jedes Gramm meiner Sehnsucht in diese Zeilen zu legen. Durch die Glasscheibe sah ich, wie Luca im Regieraum den Daumen hob und Taylor sich bereit machte, die ersten Akkorde auf dem Bass anzuschlagen, was den Startschuss für eine Nacht markierte, die über meine Rückkehr nach Melbourne entscheiden würde. Luca: „Okay Alec, wir nehmen die Ballade von vorhin noch einmal auf, und ich will, dass du dir vorstellst, Elena stünde genau vor dir und würde jedes einzelne Wort hören, das du jetzt singst.“ Ich: „Glaub mir, Luca, ich sehe gerade nichts anderes als ihr Gesicht vor mir, also drück einfach auf Aufnahme und lass uns dieses Ding in den Kasten bringen, bevor die Sonne über New York aufgeht.“ Ich schloss die Augen und ließ mich von der Melodie tragen, während meine Stimme rauer und emotionaler klang als jemals zuvor, weil jede Silbe ein Versprechen an sie war, dass ich bald wieder an ihrer Seite sein würde. Stunden vergingen, in denen wir uns in einen regelrechten Rausch spielten, bis Jack schließlich seine Stöcke beiseitelegte und James die letzte Saite seiner Gitarre ausklingen ließ, während eine erschöpfte, aber zufriedene Stille in den Raum einkehrte. Jack: „Mann, Alec, wenn du jedes Mal so singst, wenn du Liebeskummer hast, dann sollten wir Elena vielleicht öfter mal für ein paar Tage nach Athen schicken, denn das war der beste Take, den wir jemals produziert haben.“ Ich: „Wag es ja nicht, Jack, ich bin froh, wenn wir diesen Teil der Erdkugel bald hinter uns lassen und in den Flieger steigen können, ohne dass uns irgendeine Deadline oder ein Manager im Nacken sitzt.“ Taylor: „Ich glaube, Luca ist im Regiestuhl tatsächlich eingeschlafen, aber er hat vorhin noch genickt, was bei ihm so viel bedeutet wie ein tosender Applaus und eine garantierte Flugbuchung für übermorgen.“ Ich trat aus der Kabine, wischte mir den Schweiß von der Stirn und griff sofort nach meinem Handy, um Elena eine kurze Nachricht zu schicken, obwohl ich wusste, dass sie in Melbourne wahrscheinlich gerade erst ihren Tag begann. Ich: „Elena, ich hab’s geschafft – wir haben die Nacht durchgearbeitet und Luca hat mir versprochen, dass ich früher zurückkommen darf, also stell den Champagner kalt, ich bin schneller bei dir, als du denkst.“ Luca: „Ich bin nicht eingeschlafen, Taylor, ich habe nur meditiert, aber Alec hat recht… der Deal steht, ich werde die Flüge für übermorgen früh buchen, unter der Bedingung, dass ihr jetzt sofort in eure Hotelzimmer verschwindet und wenigstens ein paar Stunden schlaft.“ Ich grinste Luca müde zu, packte meine Sachen und spürte, wie die Erschöpfung langsam meinen Körper übernahm, doch der Gedanke an das Wiedersehen in Melbourne gab mir genug Kraft, um den Weg zum Hotel fast schwebend zurückzulegen.

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