Ich spürte, wie mein Herz gegen meine Rippen hämmerte. Die Kälte der Wand im Rücken und die glühende Hitze, die von Alec ausging, brachten meine Sinne völlig durcheinander. Draußen hörte ich das hämmernde Klopfen der Engel gegen die Scheiben, hier drinnen fixierte mich dieser Mann mit seinen dunklen Augen, als wäre ich die faszinierendste Gefahr, der er je begegnet war. Er beugte sich noch ein Stück näher, seine Stimme war nur noch ein gefährliches Flüstern. Alec: Entscheid dich, Jennifer. Das Licht oder die Freiheit? Jayden wird dich in eine Zelle aus Gebeten stecken. Bei mir… bei uns… gehört dir die Nacht. Ich sah zu der Tür, die unter den Schlägen von Jayden bereits leicht bebte, und dann zurück in Alecs Blick. Eine verrückte Abenteuerlust mischte sich unter meine Angst. Wenn ich schon ein Chaos-Kind war, dann wollte ich nicht versiegelt werden. Ich wollte wissen, was in mir steckte. Ich schluckte schwer und griff nach meinem Handy auf dem Tresen. Jennifer: Bring mich hier raus. Aber fass mich nicht an, verstanden? Ein triumphierendes Blitzen trat in seine Augen, und er nahm die Hand von der Wand. Alec: Wie du wünschst – vorerst. Er hielt sich nicht lange an sein Versprechen. Er packte mich am Handgelenk und zog mich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in Richtung der Küche. Seine Berührung brannte auf meiner Haut wie Feuer. Jayden: Jennifer! Öffne die Tür! Lass dich nicht von ihm manipulieren! Die Stimme des Engels klang fordernd und laut, doch wir stolperten bereits durch die dunkle Küche, vorbei an den Edelstahl-Anrichten, bis wir den Hinterausgang erreichten. Alec stieß die schwere Stahltür auf. Die kühle Nachtluft schlug mir entgegen. Draußen in der dunklen Gasse stand ein schwarzer, hochglanzpolierter Wagen, der aussah, als käme er direkt aus einem Agentenfilm. Jennifer: Das ist dein Ernst? Eine Fluchtkiste? Er grinste und öffnete mir die Beifahrertür. Alec:“ Man muss stilvoll verschwinden, findest du nicht? Gerade als ich einsteigen wollte, erhellte ein blendender Blitz die Gasse. Sarah stand oben auf dem Dach des gegenüberliegenden Gebäudes, ihre Gestalt war von einem silberweißen Schein umhüllt, der fast unnatürlich hell leuchtete. Ihre Stimme hallte von den Wänden wider. Sarah: Du machst einen Fehler, Jennifer! Die Dunkelheit wird dich verschlingen! Alec drückte mich sanft, aber bestimmt auf den Sitz und beugte sich über mich, um den Gurt festzuziehen. Sein Gesicht war nur Zentimeter von meinem entfernt, und ich konnte seinen Atem auf meinen Lippen spüren. Alec: Lass sie reden. Wir haben Besseres vor. Er schlug die Tür zu, rannte um den Wagen und sprang auf den Fahrersitz. Mit quietschenden Reifen schoss der Wagen aus der Gasse, gerade als Jayden um die Ecke bog. Ich klammerte mich am Griff fest, während wir durch die engen Kurven rasten. Jennifer: Wo bringst du mich hin? Und wo ist dein Bruder? Er schaltete gelassen in den nächsten Gang, seine Augen fest auf die dunkle Straße gerichtet. Alec: Wir fahren nach Hause. Und Philipp? Oh, der bereitet gerade alles für deine Ankunft vor. Er kann es kaum erwarten, dich wiederzusehen. Ich sank in den Ledersitz zurück. Mein altes Leben in der Kneipe fühlte sich plötzlich an, als wäre es Jahre her. Wir ließen die Lichter der Stadt hinter uns und bogen auf eine abgelegene Landstraße ab. Alec fuhr so sicher und schnell, als besäße er die Straße. Die Stille im Auto wurde nur vom leisen Schnurren des Motors unterbrochen, bis wir schließlich vor einem gewaltigen, schmiedeeisernen Tor hielten, das sich lautlos öffnete. Dahinter erstreckte sich eine lange Auffahrt, gesäumt von alten, knorrigen Bäumen, bis ein herrschaftliches Anwesen aus dunklem Stein vor uns auftauchte. Es sah aus wie ein modernes Schloss – elegant, aber mit einer düsteren Ausstrahlung. Jennifer:“…
Between Devils and Angels – Kapitel 3

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