Thorned – Kapitel 72

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In den nächsten zwei Tagen glich unsere Wohnung in Melbourne einem Ameisenhaufen, denn die Nachricht von Alecs vorzeitiger Rückkehr hatte uns eine Energie verliehen, die jeglichen Jetlag einfach wegfegte. Überall standen Putzeimer, frische Blumen und Stapel von Wäsche, die wir in Rekordzeit bewältigten, während Isabel und ich uns gegenseitig mit Musik und Vorfreude anstachelten. Isabel: „Elena, ich sage es ja nur ungern, aber wenn du die Kissen auf dem Sofa noch einmal so fanatisch aufschüttelst, explodieren sie wahrscheinlich gleich – entspann dich, Alec wird kaum einen Staubtest machen, wenn er zur Tür reinkommt!“ Ich: „Ich kann nicht anders, Isabel! Ich will einfach, dass alles perfekt ist, wenn er nach diesem ganzen Chaos in New York und dem Schrecken in Athen hier ankommt. Er soll sich fühlen, als wäre er endlich an dem einen Ort, an dem ihm nichts passieren kann.“ Isabel: „Er wird sich fühlen, als wäre er im Paradies, allein schon, weil du da bist. Aber wehe, Taylor beschwert sich über die Unordnung in der Küche – ich habe drei Stunden damit verbracht, die Espressomaschine zu polieren, damit sie glänzt wie neu.“ Ich lachte und wischte mir eine Strähne aus der Stirn, während ich in den Flur trat und das gerahmte Foto von uns beiden betrachtete, das wir vor ein paar Monaten im Royal Botanic Gardens gemacht hatten. Wir sahen darauf so unbeschwert aus, und ich betete im Stillen, dass wir dieses Gefühl von Freiheit jetzt wieder zurückbekommen würden. Ich: „Glaubst du, dass Jonah und die ganze Geschichte mit meinem Onkel jetzt wirklich hinter uns liegen? Ich habe immer noch dieses leise Ziehen im Hinterkopf, dass die Vergangenheit uns doch wieder einholt, sobald wir uns zu sicher fühlen.“ Isabel: „Hör zu, Elena. Jonah ist in Athen, die Polizei kümmert sich um die rechtlichen Dinge, und dein Onkel kann niemandem mehr wehtun. Alec kommt nach Hause, weil er dich liebt, nicht weil er vor etwas wegläuft. Das ist unser Neuanfang, okay?“ Ich nickte fest entschlossen und griff nach meinem Handy, um die Flugzeiten ein letztes Mal zu checken – die Maschine aus Los Angeles, in die sie nach ihrem Zwischenstopp umgestiegen waren, war pünktlich und befand sich bereits irgendwo über dem Pazifik. Ich: „Noch genau zwölf Stunden, Isabel. In zwölf Stunden stehen wir am Flughafen von Melbourne und ich kann ihn endlich wieder anfassen, seinen Herzschlag spüren und wissen, dass er wirklich da ist.“ Isabel: „Und in zwölf Stunden werde ich wahrscheinlich heulen wie ein Schlosshund, weil die ganze Anspannung abfällt. Also los, wir legen uns jetzt für ein paar Stunden hin, damit wir am Flughafen nicht aussehen wie zwei Zombies nach einer Apokalypse!“ Wir löschten das Licht im Wohnzimmer, doch während ich im Bett lag und dem fernen Rauschen des Verkehrs in den Straßen von Melbourne lauschte, wusste ich, dass ich kein Auge zutun würde. Mein Herz raste bereits im Takt der Triebwerke, die Alec jede Sekunde ein Stück näher zu mir brachten.

*Sämtliche Bilder wurden mittels KI erstellt und dienen der kreativen Inspiration sowie zur Unterhaltung

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