Die Taxifahrt durch die vertrauten Straßen von Melbourne fühlte sich an wie ein schöner Traum, aus dem ich nicht aufwachen wollte, während ich Alecs Hand hielt und keinen Millimeter von seiner Seite wich. Als wir schließlich alle gemeinsam – völlig übermüdet, aber sichtlich erleichtert – durch die Tür unserer Wohnung stolperten, wirkte das vertraute Wohnzimmer plötzlich viel lebendiger als in den einsamen Tagen zuvor. Überall standen die Taschen der Jungs im Flur, und die Luft war augenblicklich erfüllt von ihrem Lachen und dem typischen Chaos, das sie immer mit sich brachten. Luca: „So, Leute, ich bringe jetzt mein Zeug ins Hotel und lasse euch für heute in Ruhe, aber denkt dran: Morgen Mittag treffen wir uns zur ersten Besprechung über die Melbourne-Termine, also nutzt die Zeit, um eure Köpfe wieder auf die richtige Zeitzone zu programmieren!“ Jack: „Ja, ja, Luca, wir haben dich auch lieb, aber jetzt zieh Leine und lass uns endlich das Willkommens-Essen genießen, bevor ich vor Hunger anfange, die Couchbespannung zu probieren!“ Nachdem Luca die Tür hinter sich zugezogen hatte, herrschte für einen Moment eine fast schon andächtige Stille, bevor James die Anlage einschaltete und eine leise Playlist startete, während Isabel triumphierend die Pizzakartons in die Mitte des Wohnzimmertisches schob, die sie vorhin noch schnell bestellt hatte. Isabel: „Setzt euch, ihr Helden der Arbeit, ich habe extra die XXL-Portionen bestellt, weil ich mir schon dachte, dass Luca euch im Studio wahrscheinlich nur von künstlichem Koffein und Disziplin ernährt hat.“ Taylor: „Du bist eine Göttin, Isabel, wirklich, New York war zwar produktiv, aber was das Essen angeht, haben die da drüben einfach keinen Schimmer von echter Gemütlichkeit.“ Wir ließen uns alle auf den Boden und das Sofa sinken, und während wir die Pizza teilten und uns gegenseitig Geschichten von der Zeit in Athen und den Wahnsinns-Nächten im Studio in New York erzählten, spürte ich, wie die Anspannung der letzten Wochen endgültig von mir abfiel. Alec saß direkt neben mir auf dem Teppich, seinen Rücken gegen das Sofa gelehnt, und hielt meinen Arm fest umschlungen, als müsste er sich immer wieder versichern, dass ich wirklich da war. Alec: „Wisst ihr, Jungs, in New York dachte ich zeitweise, wir kommen nie aus diesem dunklen Raum raus, aber wenn ich jetzt hier sitze, mit Elena und euch allen, fühlt sich dieser ganze Stress plötzlich so verdammt weit weg an.“ James: „Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir hier in Melbourne sind und nicht in Manhattan, wo jeder zweite Passant glaubt, er müsste ein Foto von uns beim Kaffeetrinken machen – hier fühlt es sich einfach nach Zuhause an.“ Ich: „Ich bin einfach nur froh, dass ihr alle heil zurück seid, und auch wenn die Geschichte in Athen uns alle viel Kraft gekostet hat, zeigt mir dieser Abend hier, dass wir als Team unschlagbar sind, egal was als Nächstes kommt.“ Isabel: „Amen dazu! Aber jetzt wird erst mal aufgegessen, und wer als Letzter sein Stück fertig hat, muss morgen früh den ersten Kaffee für alle kochen, und ich sage euch gleich, ich habe einen ordentlichen Vorsprung!“ Wir lachten, scherzten und genossen die gemeinsame Zeit, bis die Müdigkeit schließlich doch ihren Tribut forderte und James und Jack anfingen, auf dem Teppich einzunicken, während Taylor und Isabel leise in der Küche über die Pläne für die nächsten Tage tuschelten. Es war ein perfektes Chaos, und während ich meinen Kopf an Alecs Schulter lehnte, wusste ich, dass wir trotz aller Schatten der Vergangenheit endlich wieder dort angekommen waren, wo wir hingehörten.
Thorned – Kapitel 75

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